Renovieren - Modernisieren

Vom "Smart Home" zur "Smart City"

Intelligente Gebäudetechnik ist nach wie vor stark auf dem Vormarsch. Ein Highlight ist zum Beispiel ein Fingerabdruck-Scanner an der Haustür.
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Fraglos ein Hingucker: das "Lichtspielhaus" von Christian Dworschak.  Fotos: epr/Wolf-Haus
Fraglos ein Hingucker: das "Lichtspielhaus" von Christian Dworschak. Fotos: epr/Wolf-Haus
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Christian Dworschak hat sich seinen Traum erfüllt. "Mich hat die Idee, mit Licht zu gestalten, gereizt", bekundet der Bauherr, als gelernter Elektriker vom Fach. Entstanden ist sein eigenes "Lichtspielhaus", bei dem er seine Vorstellungen von Lichtgestaltung und elektronische Steuerung im und am Haus umsetzen konnte.
So stammt der Plan zur aufwendigen Außenbeleuchtung vom Bauherren selbst. Speziell die Beleuchtung an der Dachverkleidung ist ein Extra, das es nicht von der Stange gibt.
Damit alles reibungslos funktioniert, hat der Experte bei der Schaltung selbst Hand angelegt und eine professionelle Industriesteuerung installiert. So lassen sich alle Außenbereiche - ob Fassade, Garage oder Garten - separat bedienen und auch mit dem Smartphone verbinden. Das Lichtkonzept setzt sich im Inneren fort.
Mit dem Unternehmen Wolf-Haus in Burkardroth, Landkreis Bad Kissingen, Hersteller von Fertighäusern in Holzbauweise, fand sich ein Partner, der genügend Spielraum zur Entfaltung eigener Vorstellungen ließ.
Bei der Steuerung von Licht hört das "Smart Home" nicht auf. Glaubt man Experten der Leitmesse "Bau 2017" in München, ist das vernetzte Gebäude längst Wirklichkeit, sind die Möglichkeiten immens.


Siegeszug des Smartphones

Sie suggerieren auch, dass das "Smart Home" kein bevorzugtes Spielfeld mehr von Pionieren wie Christian Dworschak ist, der 2013 seinen Traum vom "Lichtspielhaus" verwirklichte. Vielmehr befasse sich eine breite Schar von Interessierten mit den technischen Errungenschaften. Befeuert wird die Entwicklung zum einen vom Siegeszug des Smartphones. Zum anderen ist, bedingt durch stark gestiegene Einbruchsdelikte, das Interesse an steuerbarem Einbruchschutz hoch.
"Was vor ein paar Jahren noch Spielzeug für Technikbegeisterte war, ist heute Realität", schreibt die PR-Abteilung der Messe München. Unter Einbeziehung von Temperatur, Helligkeit, Bewegung, Fensterkontakt, Hausgeräten, Kommunikationstechnik und Unterhaltungselektronik ergeben sich unterschiedliche Wohnraum-Szenarien. Idealerweise verhält es sich dann in etwa so: Wenn die Dame des Hauses nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, ist die Wohnung warm, in Flur und Wohnzimmer geht automatisch das Licht an und die Rollläden sind bereits heruntergefahren. Verlässt sie morgens das Haus, fährt die Heizung automatisch herunter, die Sicherheitsanlage wird aktiviert und alle unnötigen Stromverbraucher sind ausgeschaltet.


Im Hochsicherheitstrakt

Gerade in Fragen von Einbruchhemmung zeigen sich Kunden hochsensibel. Auf der "Bau 2017" wurden zunehmend auch Technologien nachgefragt, die bisher ausschließlich in Hochsicherheitsbereichen von Firmen und Forschungseinrichtungen zu finden waren - bis hin zum Fingerscanner für die Haustür.
Die smarten Möglichkeiten sind mit der Überprüfung aus der Ferne, ob die Waschmaschine aus ist, noch nicht erschöpft. Skizziert wird die "Smart City" mit der Übertragung des Konzepts für ein einzelnes Gebäude auf ein ganzes Stadtviertel. Klingt fantastisch?
Wie wär's dann damit: Wenn mehrere Musikfreunde unter einem Dach wohnen, ist der Griff zur Lösung der HiFi-Experten von Revox eine Überlegung wert: Dank "Voxnet" und einer App kann dann jeder auf seine eigene Musikbibliothek zugreifen und in seinen "zugewiesenen" Räumen abspielen.
geb/mit dpa und epr
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