Korfu

Smaragd im Ionischen Meer

Die Europa-Union Bad Kissingen ist nach Korfu gereist und hat dort faszinierende Einblicke in Geschichte, Kultur und Natur erhalten.
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Fantastischer Ausblick auf die Küste Korfus.
Fantastischer Ausblick auf die Küste Korfus.
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Die Insel Korfu empfängt ihre Besucher mit üppigem Grün. Von Italien ist Korfu nur durch einen schmalen Streifen Meer getrennt. Das milde Klima, die abwechslungsreiche Landschaft und die üppige Vegetation schätzten schon Kaiserin Sisi und später der deutsche Kaiser Wilhelm II als Urlaubsparadies. Die Reise der Europa-Union Bad Kissingen nach Korfu, die von Dr. Michael Peter, dem Vorsitzenden der Europa-Union, vorbereitet und geleitet wurde und an der 23 Mitglieder und Freunde teilnahmen, lieferte faszinierende Einblicke in die Geschichte, Kultur und Natur.
Die Teilnehmer der Studienfahrt besuchten das Schloss Achillion, das Kaiserin Sisi von Österreich nach antiken Vorbildern errichten ließ und gewannen dabei viele interessante Einsichten in das Leben dieser rätselhaften Frau, die mit ihrem Mann Franz Joseph I. auch in Bad Kissingen weilte. Anschließend ging es dann zur Halbinsel Analipsi. Abschließender Höhepunkt war ein Rundgang durch die malerische Altstadt von Korfu-Stadt. Diese liegt zwischen zwei mächtigen Festungen. An der großzügig angelegten Esplanade der Altstadt konnte man die von den Franzosen erbauten Kolonaden und den imposanten Palast der britischen Kommissare bewundern und zugleich erkennen, wie viele unterschiedliche Kulturen in Korfu, griechisch Korkyra, ihre Spuren auf dieser Insel hinterlassen haben.


Minikreuzfahrt zu den Festungsanlagen

Am nächsten Tag unternahm die Kissinger Gruppe eine Rundfahrt durch den Norden der Insel. Über den Troupeterpass gelangte sie in das Dorf Agios Athanasiou, wo sie das griechisch-orthodoxe Frauenkloster besuchte und dessen beeindruckende Wandmalereien besichtigte. Ein Abstecher in das Dorf Afionas, von dem man einen wunderbaren Blick über die Küste von Sidari und die langen Strände Nordkorfus hat, rundete den Tag ab.
Am nächsten Morgen stand ein Besuch auf dem ökologischen Weingut einer der ältesten Familien Korfus auf dem Programm. Hier erfuhren die Kissinger Europäer viel Wissenswertes über den Wein und die Olivenölherstellung auf der Insel. Der Höhepunkt dieses Ausflugstags war der Aufenthalt in Paleokastritsa, einem reizvollen alten Fischerdorf im Nordwesten der Insel. Dort stattete man dem Männerkloster Theotokou, das bereits im 13. Jahrhundert gegründet wurde, einen Besuch ab.
Danach hatten die Kissinger Gäste die Gelegenheit, an einer Bootsfahrt entlang der Küste mit ihrem bizarren Felsformationen teilzunehmen und im Bergdorf Lakones hoch über die Bucht von Paleokastritsa das atemberaubende Panorama der Küste zu genießen. Die Minikreuzfahrt zum Archipel von Paxos und Antipaxos am folgenden Tag eröffnete zunächst die Möglichkeit, die Stadt Korfu mit ihren mächtigen Festungsanlagen und das Schloss, in dem Prinz Philipp geboren wurde, vom Meer aus zu betrachten, und führte anschließend zu den fantastisch anmutenden Höhlen des Archipels von Paxos. Im Dorf Sineada tastete man sich an den Alltag der Korfioten heran und erfuhr im Gespräch mit den sehr gastfreundlichen Einwohnern viel über deren Leben, ihre Feste und ihre täglichen Begegnungen im Kafenion.


Paradiesischer Ausblick

Besonders beeindruckend waren die vielen Haustiere, vor allem die Katzen, die die Gassen bevölkern. Vorbei an Orangen- und Zitronenhainen sowie an uralten Wäldern von Olivenbäumen ging es hinauf in pitureske Gebirgsdörfer. In Marathia hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, an einem der schönsten Sandstrände Korfus ein kühles Wellenbad zu nehmen.
Auf der Rückfahrt ins Hotel lernten sie dann den bezaubernden kleinen Ort Chlomos kennen, der hoch auf einem Berg thront und neben dem Pantokrator, der höchsten Erhebung Korfus, den schönsten Blick, über die paradiesischen Küstenlandschaften der Insel bietet. Ein Ausflug nach Albanien, das ähnlich wie Italien nur ein Katzensprung von Korfu entfernt ist, rundete den Aufenthalt im Ionischen Meer ab. Nach zeitaufwendigen Passkontrollen, die aber der guten Laune keinen Abbruch taten, gelangte man mit einem Schnellboot in 30 Minuten nach Saranda.
Michael Peter
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