Advent

Süß, knusprig und bunt

Warum backen wir Plätzchen zur Weihnachtszeit? Der Ursprung der Backtradition liegt im Mittelalter.
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Foto: Kai Remmers
Foto: Kai Remmers
Das Backen von Plätzchen hat vor Weihnachten eine große Tradition, bei der auch immer wieder die Kinder mithelfen durften. In der jüngeren Zeit tritt das immer mehr in den Hintergrund, weil man das Gebäck ja auch überall käuflich erwerben kann.
Wie schön war es doch, an langen Winterabenden gemeinsam am Küchentisch zu sitzen und auch gemeinsam den Teig zu kneten, ihn auszuwalzen und dann die verschiedensten Formen auszustechen. Und warum geschah dies in der Vorweihnachtszeit?
Forscher haben herausgefunden, dass der Ursprung dieser Backtradition im Mittelalter liegt. Dort wurde in reichen Klöstern der Geburt Christi gedacht, indem aufwendige Backwaren hergestellt wurden. Zucker und Gewürze waren ja sehr teuer. Deswegen wird vermutet, dass das edle Gebäck um Weihnachten und Neujahr unter den Armen verteilt wurde.
Eine andere Theorie reicht sogar bis vor die Geburt Christi zurück. Damals feierten die Menschen die Wintersonnenwende, also die längste Nacht des Jahres vom 21. auf den 22. Dezember. Danach nimmt die Kraft der Sonne wieder zu und die Tage werden länger. Die Menschen verbanden damit und glaubten damals, dass in dieser Zeit Geister die Häuser heimsuchten. Um die eigenen Tiere zu schützen, wurden Tiere aus Teig geopfert. Deshalb gibt es auch heute noch Plätzchen in Tierform.
Die jüngste Theorie stammt aus dem 18. Jahrhundert. Damals aß man in feiner Gesellschaft gern kleine Gebäckstücke zu Kaffee oder Tee. Die Leckereien wurden besonders zu Weihnachten mit Schokolade, Marzipan, Marmelade oder Nüssen verfeinert. In vielen deutschen Dialekten bedeutet "Platz" auch kleiner, flacher Kuchen. Daraus entstand das Wort Plätzchen.
Günther Geiling
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