Nachhilfe

Wenn Schüler unter Stress leiden

Körperliche Beschwerden sind oft ein Zeichen für Schulstress. Bei Problemen in der Schule kann Nachhilfe helfen.
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Kommen Schüler im Unterricht nicht mehr mit, ist Nachhilfe oft eine sinnvolle Ergänzung.  Foto: dpa-mag
Kommen Schüler im Unterricht nicht mehr mit, ist Nachhilfe oft eine sinnvolle Ergänzung. Foto: dpa-mag
Schon Schüler leiden unter Stress. Das belegt eine aktuelle DAK-Studie, nach der fast jeder zweite Schüler (43 Prozent) davon betroffen ist.
Bemerken Eltern, dass ihr Kind regelmäßig über körperliche Symptome wie Bauch- oder Kopfschmerzen klagt, sollten sie hellhörig werden und das Gespräch suchen. Wichtig ist, dass sie auch mit der Schule sprechen, empfiehlt Diplompsychologe Björn Enno Hermans.
Gut wäre, wenn alle an einem Strang ziehen und man die Frage in den Mittelpunkt stellt: Was braucht mein Kind? Welche Fördermöglichkeiten helfen vielleicht?


Nachhilfe kann helfen

Bei Schulproblemen haben Eltern mehrere Möglichkeiten, ihrem Nachwuchs zu helfen. Das kann beispielsweise Nachhilfe sein, wenn das Kind konkret in einem Fach Probleme hat.
Außerdem wäre es gut, wenn Eltern sich mit ihren eigenen Ängsten auseinandersetzen würden. Denn der Stress der Kinder entsteht häufig dadurch, dass die Eltern Stress haben. "Viele Erwachsenen plagen sich mit der Sorge, ihr Kind könnte abgehängt werden, wenn es schlecht in der Schule ist oder später im Leben nicht bestehen kann, wenn es nicht auf dem Gymnasium war", sagt Hermans. Solche Ängste übertragen sich.
Auch wenn es banal klingt sollten Eltern ihrem Kind das Gefühl vermitteln: "Du bist okay, so wie du bist. Wir unterstützen dich, aber fordern auch nichts von dir, was du nicht leisten kannst." Damit können Eltern für Entschärfung sorgen. dpa-mag
 


Bei Schulproblemen nicht lange warten

Hat ein Erstklässler länger Probleme in der Schule, dann sollten Eltern rasch aktiv werden. Das sei besser, als darauf zu hoffen, dass der Knoten noch platzt, sagt Marlies Lipka vom Fachverband für integrative Lerntherapie in Potsdam. Spätestens nach den Weihnachtsferien sollten Mütter und Väter mit dem Klassenlehrer sprechen. Schulpsychologen, Lerntherapeuten oder Kinder- und Jugendpsychiater können testen, ob eine Lernstörung vorliegt, und gemeinsam mit den Eltern erörtern, welche Förderung sinnvoll ist. Das kann Nachhilfe, eine Lerntherapie oder eine spezielle Förderklasse sein, erläutert Lipka in der Zeitschrift "Baby und Familie". dpa-mag
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