Wie sein Selbstbewusstsein stärken?

Zitternd vor der Menge stehen? Keine Antwort auf die blöde Bemerkung des Kollegen wissen? Dann wird es Zeit, ihr Selbstbewusstsein auf Vordermann zu bringen.
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Manager
Manche Menschen strotzen nur so von Selbstbewusstsein. Sie noch nicht? Dann wird es aber Zeit. Ob im Beruf oder im Alltag – eine gesunde Portion Selbstbewusstsein kann das Leben erleichtern.
Wenn mal wieder ein Vortrag ansteht, dann sagt der Kollege souverän zu, während bei Ihnen schon kurzzeitig der Angstschweiß ausgebrochen ist. Eigentlich wollen Sie beim Chef eine Gehaltserhöhung einfordern, doch dann sitzen Sie vor ihm und stimmen ihm nach einiger Zeit zu, dass die Arbeit, die Sie leisten, nicht für eine Gehalterhöhung ausreicht.
Hierbei wird schon ein wichtiger Zusammenhang sichtbar: Selbstbewusstsein kann man nicht von Selbstvertrauen und Selbstannahme separieren. Man muss wissen, wer man ist und was man kann. Kurzum: seine Stärken und Schwächen kennen. Denn das beinhaltet das Wort Selbstbewusstsein: sich selbst bewusst zu sein, also sich zu kennen, mit allen Vorzügen und Fehlern.
Gerade letztere sind meist schwer einzugestehen. Oftmals verurteilt man sich selbst für seine unschönen Gewohnheiten und Eigenarten. Wer allerdings selbstbewusster werden möchte – in welchem Gebiet auch immer – muss sich mit seinen Schwächen auseinandersetzen, um eine andere Schwäche, nämlich die des mangelnden Selbstbewusstseins, verbessern zu können. Dazu ist es am besten, wenn man seine Eigenarten visualisiert und diese zu Papier bringt.
Wer schon dabei ist, seine Schwächen zu benennen, der sollte auch in sich hineinhorchen und sich fragen, welche Aussagen er sich selbst gibt, die das Selbstbewusstsein hindern, wie beispielsweise „Das kannst du nicht“. Auch diese sollten notiert werden, um an sich arbeiten zu können.
Machen Sie sich bewusst, dass Sie ein wertvoller Mensch sind. Sie sind nicht schlechter als andere, auch wenn es im ersten Moment so scheint. Sie verdienen Respekt und die Liebe anderer, seien Sie sich dessen auf jeden Fall bewusst. Sehen Sie sich doch einmal selbst durch die rosarote Brille.
Nun ist es wichtig, sich das Ziel vor Augen zu halten beziehungsweise zu definieren. In welchem Bereich wollen Sie selbstbewusster werden? Beim Umgang mit anderen Menschen? Bei Vorträgen? Bei Forderungen? Listen Sie diese Ziele auf und sortieren sie diese nach Priorität.
Wie bei vielen anderen Themen auch, kann das Selbstbewusstsein nur in kleinen Schritten gestärkt werden. Dranbleiben, lautet die Devise. Aufgeben ist keine Option, nur das Durchhaltevermögen kann eine Besserung erwirken.
Wer selbstbewusst ist, der kann nicht nur souveräner mit Situationen umgehen, sondern dem ist auch egal, was andere von ihm denken. Nein zu sagen gehört ebenfalls dazu, genau wie ein guter Umgang mit Kritik. Meist sieht man Selbstbewusstsein schon an der Gestik und Mimik des Gegenübers: Der Blickkontakt bleibt hergestellt, die Augen senken sich nicht. Wer eine Gehaltserhöhung fordert, der sollte seine beruflichen Stärken und Schwächen schon im Vorfeld kennen und auch benennen können.
Natürlich werden Sie sich nicht von jetzt auf gleich ändern können. Werden Sie sich aber auch bewusst, dass Perfektion nicht immer die beste Wahl ist. Wenn Sie beispielsweise einen Vortrag halten müssen, dann müssen Sie nicht in Panik geraten, wenn eine Frage gestellt wird, die Sie nicht beantworten können. Bleiben Sie souverän. Sie wirken sympathisch, wenn Sie Fehler beziehungsweise Nicht-Wissen zugeben können. Denn dieses Nicht-Wissen bedeutet nicht zwangsläufig Inkompetenz. Sie haben einen Eigenwert. Wenn Sie diesen erkennen und für sich annehmen, dann können Sie auch selbstbewusster auf andere Menschen zugehen.
 
 
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