Unterricht und Weiterbildung

Hoher Lerndruck bei dualem Studium

Ein duales Studium setzt große Leistungsbereitschaft voraus. Hier erfahren Sie, was es überhaupt damit auf sich hat und für wen das Modell geeignet ist.
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Mehr als trockene Vorlesung: Duale Studiengänge kombinieren den Hochschulbesuch mit Praxisphasen im Betrieb. Die Konkurrenz um die dualen Studienplätze ist häufig sehr groß. Foto: Felix Kästle
Mehr als trockene Vorlesung: Duale Studiengänge kombinieren den Hochschulbesuch mit Praxisphasen im Betrieb. Die Konkurrenz um die dualen Studienplätze ist häufig sehr groß. Foto: Felix Kästle
Die Konkurrenz um duale Studienplätze ist groß. "Es sind die Besten der Besten, die dual studieren", sagt Kim-Maureen Wiesner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Ein sehr guter Abiturschnitt ist oft Voraussetzung, um in die Erstauswahl zu kommen, dann folgen oft die Assessment-Center der Betriebe. Das hat einen Grund. "Man muss motiviert und leistungsfähig sein", erklärt Prof. Eckart Severing vom Forschungsinstitut betriebliche Bildung in Nürnberg. Der Zeit- und Lerndruck sei hoch. Grundsätzlich gibt es zwei Modelle beim dualen Studium.


Ausbildungs- oder praxisintegrierend

Bei ausbildungsintegrierenden Studiengängen absolviert man parallel zum Studium eine Ausbildung. Am Ende gibt es zwei Abschlüsse, sowohl das Bachelor- als auch ein Ausbildungszeugnis. Praxisintegrierende Studiengänge schließen dagegen nur mit dem Bachelor ab. Hier wird der Stundenplan durch Praxisphasen ergänzt. Der straffe Zeitplan ist einer der Vorteile des dualen Modells. Ausbildung und Studium sind hier in drei Jahren zu schaffen. Wer beides einzeln macht, braucht schnell doppelt so lange. Auch der frühe Bezug zum Betrieb sei ein Vorteil für beide Seiten, betont Severing. Die Übernahmechancen sind höher und der Betrieb kann die Studenten direkt auf die eigenen Bedürfnisse hin ausbilden. "Das duale Studium ist ein bisschen verschulter als andere Studiengänge", ergänzt Thomas Notter von der Arbeitsagentur Freiburg. Die "Klassen" seien kleiner, der Stundenplan klar strukturiert.


Großer Praxisanteil

Wer nach dem dualen Studium noch einen Master machen will, guckt aber unter Umständen in die Röhre: Für manchen konsekutiven Masterstudiengang sind Voraussetzungen nötig, die ein duales Studium nicht erfüllt.
Wer sich noch nicht sicher ist, ob er nicht doch in die Wissenschaft möchte, ist mit einem regulären Studium also unter Umständen besser aufgehoben. Diejenigen, die Wert auf einen hohen Praxisanteil legen und leistungsbereit sind, werden an einem dualen Studiengang jedoch Gefallen finden. Und immerhin gibt es für den praktischen Teil der Ausbildung auch noch Geld. dpa-mag

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