Moderne Büroausstattung

Home Office effizient einrichten

Wir zeigen Ihnen Gestaltungsregeln dafür, wie Sie Ihr Home Office einrichten sollten, um angenehm und effizient arbeiten zu können.
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Einfach nett: Wer sich in seinem Home Office wohlfühlt, ist produktiver.  Foto: Fotolia
Einfach nett: Wer sich in seinem Home Office wohlfühlt, ist produktiver. Foto: Fotolia
Viele Menschen arbeiten von Zuhause aus, das Home Office gewinnt an Bedeutung. Bevor es an den Kauf der Möbel geht, muss der Raum gesichtet werden. Welche Fläche steht zur Verfügung? Gibt es Fenster und wenn ja, wie viele sind vorhanden? Wird der Raum komplett neu eingerichtet oder nur um einen Arbeitsplatz erweitert? Tipp vorab: Gestalten Sie den Raum so, dass Sie sich wohlfühlen, dass Sie aber auch gleichzeitig nichts vom Arbeiten ablenkt.


Der passende Schreibtisch

Der Schreibtisch ist das zentrale Möbel, schließlich ist das Home Office zum Arbeiten da. Bevor Sie einen kaufen, sollten Sie sich überlegen, welchen Nutzen dieser haben soll: Wollen Sie an dem Tisch länger arbeiten oder nur kurz Papierkram erledigen und Mails beantworten? Brauchen Sie für Akten und Büromaterial viel Stauraum? Sind zusätzliche Regale für Bücher und Ordner nötig, die neben dem Schreibtisch auch ins Büro passen müssen?
Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, geht es um Schreibtischgröße, Form und Höhe - und natürlich um den Stil. Soll der Schreibtisch ins farbliche Konzept passen oder eher ein Stilbruch sein? Hier ergibt sich auch die Frage nach dem Material: Massivholz, Plastik oder lieber Glasplatte? Wo genau wird der Tisch stehen und wie viel Platz haben Sie folglich? Sie sollten den Platz für den Schreibtisch genau ausmessen, bevor es ans Einkaufen geht. Um die richtige Höhe und passende Form auszuwählen, sollten Sie sich im Geschäft an den Schreibtisch setzen und ihn testen. Je nach Raumaufteilung kann der Schreibtisch an unterschiedlichen Stellen stehen. Immer zu beachten ist die Lichtquelle, wie beispielsweise ein oder mehrere Fenster. Diese sollte nicht blenden, aber dennoch genügend Helligkeit spenden. Wer am Abend oder im Winter arbeitet, besorgt sich die passende Schreibtischleuchte. Diese darf nicht blenden und muss flexibel genug sein, um sie den Gegebenheiten anzupassen.


Sekretär - die Alternative

Der Sekretär ist die kleinere Alternative zum Schreibtisch. Dadurch ist er nicht dafür geeignet, längere Arbeiten am Computer zu erledigen. Er lässt sich jedoch besser in ein bestehendes Raumkonzept, beispielsweise in ein Wohnzimmer, integrieren, da er weniger Platz benötigt oder hinter einem Raumteiler verschwinden kann.
Damit das Arbeitszimmer übersichtlich bleibt, empfiehlt es sich - je nach Funktion - Ordnungssysteme zu integrieren. Das sind neben Schubladen und Rollcontainern auch Ordnungsboxen oder Ablagen. Für Stifte gibt es Stiftehalter, Becher oder Gläser. Einzelne Papiere finden an einer Korkwand ihren Platz. Vor allem wenn Sie Moodboards oder Ähnliches erstellen wollen, eignen sich solche Wände gut.
Die Wandfarbe bringt Ruhe in den Raum. Grelle Farben sind nicht zu empfehlen. Wer längere Zeit am Schreibtisch verbringt, sollte in einen höhenverstellbaren und bequemen Bürostuhl investieren. Testen Sie auch hier mehrere vor dem Kauf und schreiben Sie sich im Vorfeld die Höhe Ihres Schreibtisches auf. Ihr Rücken wird Ihnen die Investition in einen guten Stuhl danken.


Kosten absetzen

2016 hat der Bundesfinanzhof eine Grundsatzentscheidung getroffen: Die Kosten fürs Arbeitszimmer zu Hause können nur dann abgesetzt werden, wenn der Raum ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt wird. Geduldet wird kein Durchgangszimmer. Auch eine abgetrennte Arbeitsecke in einem beliebigen Zimmer wird das Finanzamt nicht anerkennen. Grundsätzlich gibt es laut Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. zwei Kostenarten: anteilige und in voller Höhe abzusetzende Kosten. Ausgaben für Ausstattung, Renovierung oder die nachträgliche Errichtung des Arbeitszimmers können Arbeitnehmer in voller Höhe absetzen. Einfach Rechnung des Handwerkers oder die für den neuen Bodenbelag als Beleg in die Steuererklärung heften. Kosten für Strom, Heizung etc. können nur anteilig abgesetzt werden, da das Home Office auch nur Teil der Wohnung ist.
Monique von Delft
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