Bamberg
Krebs

Warum Brustkrebs besonders bei jungen Frauen gefährlich ist: Das müssen Frauen wissen

Der Fall einer 30-jährigen Bloggerin aus Hamburg zeigt: Brustkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten, besonders bei jungen Frauen.
Artikel einbetten Artikel drucken
Der Fall einer 30-jährigen Bloggerin aus Hamburg zeigt: Brustkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten, besonders  bei jungen Frauen.  Foto: pixabay/pandoraferrari
Der Fall einer 30-jährigen Bloggerin aus Hamburg zeigt: Brustkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten, besonders bei jungen Frauen. Foto: pixabay/pandoraferrari
Am vergangenen Dienstag erschütterte die Nachricht über den Tod der erst 30-jährigen Bloggerin Kim ihre Fans und Follower. Die junge Frau aus Hamburg hatte im Januar 2017 die Diagnose Brustkrebs erhalten - auf ihrem Blog kimspiriert.de und auf Instagram hatte sie von ihrem Kampf gegen den Krebs berichtet, den sie schließlich am Dienstag verlor.

Brustkrebs ist eine der gefährlichsten Krebsarten weltweit. Die Deutsche Krebsgesellschaft zählt jedes Jahr über 50 000 Neuerkrankungen allein in Deutschland. Neben Leukämie, Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs gehört Brustkrebs laut einer Studie im Journal "The Lancet Oncology" zu den tödlichsten Krebsarten.
Zwar sind rein statistisch häufig ältere Frauen betroffen, besonders gefährdet sind aber junge Frauen unter 35 Jahren. Das hat verschiedene Ursachen. Zum Einen treten bei ihnen häufig besonders aggressive Krebsarten auf - gerade die vererbte Variante gilt als gefährlich. Zudem wird der Krebs bei jungen Frau häufig erst spät entdeckt. Während regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei älteren Frauen die Regel sind, wird Brustkrebs bei jüngeren Frau oft zu spät entdeckt. Prävention und regelmäßige (Selbst-)Kontrolle sind daher besonders wichtig.


Die Symptome - wann sollten Frauen zum Arzt?

Brustkrebs bereitet im frühen Stadium keine Beschwerden oder Schmerzen. Dennoch gibt es laut des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrum Anzeichen, die auf Krebs hindeuten können. Bemerkt man solche Veränderungen, sollte man zum Arzt gehen und nicht bis zur nächsten Früherkennungsuntersuchung warten. Auch wenn sich dahinter nicht immer gleich Krebs verbergen muss: Es ist ratsam, Auffälligkeiten rasch abzuklären.

- neu aufgetretene Verhärtungen oder Knoten in der Brust
- Schwellungen in der Achselhöhle, unterhalb des Schlüsselbeins oder neben dem Brustbein
- bisher nicht aufgefallene Unterschiede in Form oder Größe der Brüste
- Veränderungen der Brustwarze wie etwa ein Einziehen der Brustwarze, klare oder blutige Absonderungen
- Veränderungen der Haut, beispielsweise Hautrötungen, Entzündungen, Dellen, Grübchen oder vergrößerte Poren (Apfelsinenhaut)

Unnötig beunruhigen sollte man sich aber nicht: Längst nicht alle Veränderungen an der Brust bedeuten Krebs. Insbesondere bei jungen Frauen bringt jeder Monatszyklus Veränderungen im Brustgewebe mit sich. Manchmal lassen sich dann Verhärtungen ertasten, die entweder von selber wieder verschwinden oder, falls sie bleiben, dennoch gutartig sind.


Selbstuntersuchung - Was ist zu beachten?


Veränderungen am eigenen Körper bemerken viele Menschen selbst zuerst. Als alleinige Früherkennung eignet sich die Selbstuntersuchung laut Krebsinformationsdienst aber nicht. Tumoren, die man ertasten kann, sind schon vergleichsweise groß. In der Mammografie oder auch mit anderen Verfahren kann man dagegen auch schon kleinere Gewebeveränderungen feststellen.
Doch die Selbstuntersuchung trägt dazu bei, den eigenen Körper gut kennenzulernen und ein Gespür für normale oder zyklusabhängige Veränderungen zu bekommen.

Neben dem Mammografie-Screening sind in Deutschland die ärztliche Tastuntersuchung und die Anleitung zur regelmäßigen Selbstuntersuchung Teil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms. Ärzte empfehlen, die Brust einmal im Monat sorgfältig zu betrachten und abzutasten.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Besonders gut geeignet ist bei jüngeren Frauen die Zeit nach der Monatsblutung, weil das Brustgewebe dann weicher ist. Nimmt man Hormone zur Verhütung (die "Pille") ein, sollte man sich zu Beginn der Monatspackung untersuchen. Frauen nach der Menopause, die keine Regelblutung mehr haben, führen die Selbstuntersuchung am besten immer zum gleichen Zeitpunkt im Monat durch.

Wie man sich selbst abtastet, kann man sich von seiner Frauenärztin oder von seinem Frauenarzt zeigen lassen. Darüber hinaus bieten Krankenkassen und andere Organisationen Broschüren und Anleitungen zur Selbstuntersuchung an.

Unsere Partner
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare