Bad Königshofen im Grabfeld
TSV Bad Königshofen

Ein Tischtennis-Märchen

Aufstieg in die 1. Liga: Die Tischtennis-Abteilung des TSV Bad Königshofen hat allen Grund zu feiern!
Artikel einbetten
Das beste Doppel der 2. Bundesliga der Saison 2016/17: Kilian Ort (links) und Richard Vyborny vom TSV Bad Königshofen.
Das beste Doppel der 2. Bundesliga der Saison 2016/17: Kilian Ort (links) und Richard Vyborny vom TSV Bad Königshofen.
+1 Bild
Seit dem Moment, als die erste Mannschaft den Durchmarsch von der 1. Bezirksliga Unterfranken bis in die 2. Bundesliga geschafft hatte, sprach der Manager der Tischtennisabteilung des TSV Bad Königshofen Andy Albert immer vom "Tischtennis-Märchen Bad Königshofen." Es war in der Tat etwas Märchenhaftes dran an den fünf Meisterschaften hintereinander in jener Bezirksliga, der Landesliga Nord-West, der Bayernliga Nord, der Oberliga Bayern und der Regionalliga Süd.


Große Sause in Bad Königshofen

Nach über vier Jahren gab es dann in der ersten Saison in der zweigeteilten 2. Bundesliga (Süd) wieder einmal das Gefühl einer Niederlage. Im zweiten, dritten und vierten Jahr war diese 2. Liga bundesweit eingleisig. Der TSV gehörte fortan zusammen mit den zehn Erstligisten zu den Top-20 von Deutschland. Es sollten insgesamt aber nur 15 Niederlagen in 72 Spielen in den vier Spielzeiten werden, in diesem Jahr sogar nur eine, auswärts gar keine. Jetzt, nach der zweiten Meisterschaft, soll das Märchen in der 1. Bundesliga, der TTBL (Tischtennis-Bundesliga), fortgeschrieben werden. "Große Sause in Bad Königshofen" überschrieb der BTTV (Bayerischer Tischtennisverband) auf seiner Web-Site den Vorbericht zum letzten Spiel der Königshöfer in der 2. Bundesliga gegen den TTC Fortuna Passau in der Dreifachturnhalle.


Von wegen Freundschaftsspiel

Die Verantwortlichen der Abteilung um die "Macher" Andy Albert und Josef Ort, das Team hinter dem Team, eine gut 50-köpfige Helfer-Mannschaft, hatte alles meisterwürdig hergerichtet. Ein beeindruckendes Bild, wie rund 60 TT-Kids in weinrotem Shakehands-T-Shirt aufmarschierten und zur Verabschiedung der beiden Tschechen Richard Vyborny und Marek Klasek ein Transparent, fast so lang wie die drei Einzelhallen breit sind, in die Halle trugen und sich mit überdimensionierten Lettern so ausdrückten: "Lieber Richard, lieber Marek! Danke, ihr seid die Besten, unsere Helden, unsere Vorbilder."
Die TSV-Fanfare ertönte, "Richard-Richard"- und "Marek-Marek"-Sprechchöre von den Rängen, Augen wurden wässrig, viel Abschieds-Wehmut und Gänsehautstimmung - und das als Vorbereitung auf sportliche Höchstleistungen anschließend. Ob das gut gehen würde, tauchen die Akteure sonst doch bei dieser Nähe zum Spiel in einen Tunnel ein und sind nur noch auf den Wettkampf fokussiert. Am Sonntag war das ganz anders.
Mit Erlaubnis des Oberschiedsrichters, des Unterfränkischen Tischtennis-Bezirksvorsitzenden Joachim Car aus Langendorf geringfügig später als 14 Uhr begann dann der eigentliche Zweck des umfangreichen Events, der rein sportliche Teil. Und der hatte es in sich. Von wegen Freundschaftsspiel zum Abschied zweier Mannschaften, die zum achten Mal aufeinander trafen. Es wurde nichts mit dem dritten Sieg für Bad Königshofen. Alle vier Fünfsatz-Matches gingen an die Gäste. Und welches Ergebnis hätte nach 3 Stunden 45 besser gepasst als ein hart umkämpftes 5:5!


Ehrungen nach den Spielen

In der Pause nach den ersten vier Spielen wurde die 2. Mannschaft des TSV für die Meisterschaft in der Landesliga Nord-West und den damit verbundenen Aufstieg in die Bayernliga geehrt. Ebenso die B-Schüler für den Titel "Bayerischer Mannschaftsmeister" und der C-Schüler Konrad Haase für den Titel Bayerischer Einzelmeister 2017. Nach dem Spiel stand die Ehrung des Meisters der 2. Bundesliga Herren 2017 an, der Spieler Kilian Ort, Mizuki Oikawa, Kazuhiro Yoshimura (nicht anwesend), Richard Vyborny, Filip Zeljko und Marek Klasek, sowie Trainer Koji Itagaki.
Rudi Dümpert
Unsere Partner
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare