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Neue Flexi-Rente

Ab 1. Juli gelten neue Bestimmungen zur Flexi-Rente. Wir haben alle wichtigen Informationen für Sie gesammelt.
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Die bisher sehr hohen Hürden, seine Rente durch eine Beschäftigung in Teilzeit aufzubessern, werden gesenkt.  Foto: wwp/Kashagan
Die bisher sehr hohen Hürden, seine Rente durch eine Beschäftigung in Teilzeit aufzubessern, werden gesenkt. Foto: wwp/Kashagan
2017 kommt die sogenannte Flexi-Rente. Die neuen Regelungen, um die Rentenansprüche aufzubessern, sind zum 1. Januar in Kraft getreten; erst ab 1. Juli gelten die neuen Bestimmungen zur stufenlosen Teilrente und zu den Grenzen für zusätzlichen Verdienst.
Die Flexi-Rente soll den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand variabler gestalten. Die Kombination aus Teilrente und Teilzeitarbeit wird vereinfacht, es darf mehr hinzuverdient werden, und es werden Anreize geschaffen, zumindest in Teilzeit über die Regelarbeitsgrenze hinaus zu arbeiten.
Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen geht das so: Arbeitnehmer, die die Regelaltersgrenze erreicht haben und trotzdem noch weiterarbeiten möchten, können künftig - ebenso wie der Arbeitgeber - für die Teilzeittätigkeit weiterhin Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen. Dadurch erhöht sich dank mehr Entgeltpunkten der Rentenanspruch. Zwar mussten Arbeitgeber auch schon bisher für ihre arbeitenden Rentner Beiträge zur Rentenversicherung abführen, doch veränderten sich deren Rentenansprüche dadurch nicht mehr. Genau das ändert nun das Flexi-Rentengesetz. Die Beitragszahlungen werden dem Rentenkonto gutgeschrieben.


Rentenzuschlag bei Weiterarbeit

Außerdem erhält, wer nach Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters weiterarbeitet und keine Rente bezieht, für jeden Monat einen Rentenzuschlag in Höhe von 0,5 Prozent.
Auch wer eine Vollrente bezieht, bevor er die Regelarbeitsgrenze erreicht hat, und seine Rente noch aufbessert, soll künftig Beiträge in die Rentenversicherung zahlen. Bisher waren diese Beschäftigten davon befreit.
Auch mussten Unternehmen für arbeitende Rentner bisher Beiträge zur Arbeitslosenversicherung entrichten. Die Flexi-Rente sieht vor, dass diese Verpflichtung - auf fünf Jahre befristet - abgeschafft wird. So soll es für Arbeitgeber attraktiver werden, ältere Menschen zu beschäftigen.
Zu den Neuerungen zählt auch, dass Versicherte in Zukunft früher zusätzliche Beiträge in die Rentenkasse einzahlen können, um die Abschläge auszugleichen, die mit einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsleben einhergehen. wwp
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