Goji-Beeren

Kleine Früchte mit großer Power

Goji-Beeren sind sehr nährstoffreich und zählen zu den Superfoods. Was steckt eigentlich genau in den kleinen roten Früchtchen?
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Goji-Beeren kommen ursprünglich aus China und werden dort schon lange als Heilmittel eingesetzt.  Foto: FPWing - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio
Goji-Beeren kommen ursprünglich aus China und werden dort schon lange als Heilmittel eingesetzt. Foto: FPWing - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio
Die exotische Goji-Beere gehört zu den sogenannten Superfoods. Ähnlich wie Chia-Samen, Quinoa oder Matcha ist sie hierzulande besonders aufgrund ihres hohen Nährstoffgehalts beliebt.
Ursprünglich kommt die kleine rote Frucht aus China und wird dort schon lange als Heilmittel eingesetzt. "Tatsächlich enthält die Goji-Beere viele wertvolle Inhaltsstoffe", erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.


Vorsicht mit Medikamenten

Verschiedene Nährstoffe kommen in der Goji-Beere zusammen: Sie enthält die Vitamine A, B, C und E, weist aber auch Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium sowie Magnesium auf. "Sogar alle acht essenziellen Aminosäuren sind in der kleinen Beere enthalten. Diese Aminosäuren müssen über die Nahrung aufgenommen werden, denn der Körper kann sie nicht selbst herstellen", so Dr. Annette Neubert.
Aufgrund ihrer hohen Nährstoffkonzentration scheint die Goji-Beere also ein attraktives Superfood zu sein. Trotz ihrer vielen guten Inhaltsstoffe, ist die rote Frucht kein Allheilmittel. Denn die wissenschaftlichen Studien zur Wirkweise der Beere zeigen unterschiedliche Ergebnisse und lassen daher keine eindeutige Empfehlung zu.
Teilweise ist beim Verzehr sogar Vorsicht geboten. Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente aus der Gruppe der sogenannten Vitamin K-Antagonisten einnehmen, sollten auf den Verzehr von Goji-Beeren verzichten, denn es wurden Wechselwirkungen mit diesen Medikamenten gezeigt.


Vielfältige Zubereitungsweisen

Vitamin K-Antagonisten sind Gegenspieler des Vitamin K, das für die Blutgerinnung wichtig ist. Darüber hinaus zeigte eine Untersuchung, dass konventionell angebaute Goji-Beeren teilweise erhöhte Pestizidrückstände aufweisen. "Wohldosiert ist die Beere eine nährstoffreiche Abwechslung. Wenn es jedoch etwas mehr sein soll, eignen sich als Alternative auch viele heimische Beeren, die genauso lecker sind und ähnlich viele Nährstoffe enthalten", empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin.
Das fruchtige Aroma der säuerlichen Goji-Beere harmoniert perfekt mit verschiedenen Süßspeisen, Milchprodukten und Müsli-Variationen und ist oft in Säften sowie Smoothies zu finden. In getrockneter Form passt die Goji-Beere gut zu Salaten und herzhaften Speisen wie Wild- oder Geflügelgerichten. Getrocknet ist die Goji-Beere recht hart. Wer sie lieber weicher mag, kann sie vor dem Verzehr längere Zeit in Wasser einweichen
Weitere Informationen und Serviceangebote zum Thema Ernährung sind unter www.ernaehrungsstudio.nestle.de erhältlich.
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