Öle

Fett ist nicht gleich Fett

Gesund, lecker und vielfältig: Diese Öle sollten Sie in der Küche vorrätig haben!
Artikel einbetten
Rapsöl passt zu einem leichten Sommersalat aus Melonen, Zuckerschoten und Avocado. Foto: Andrea Thode/UFOP/dpa-mag
Rapsöl passt zu einem leichten Sommersalat aus Melonen, Zuckerschoten und Avocado. Foto: Andrea Thode/UFOP/dpa-mag
+1 Bild
Für den Salat das Rapsöl, für den Wok Sesamöl und auf alle Fälle noch ein gutes Olivenöl: Fast jeder hat mehrere Ölflaschen in der Küche rumstehen. Doch kaum einer weiß, welches Öl für was gut ist.
Eins vorweg: Fett ist nicht gleich Fett, deswegen sind manche Öle tatsächlich gesünder als andere. Ernährungswissenschaftler unterscheiden grob gesagt drei Arten von Fetten: solche mit gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Der Körper braucht alle drei, vor allem aber die einfach ungesättigte Ölsäure und die mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie helfen nämlich, den Cholesterinspiegel und Blutdruck zu regulieren und so Herzkreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.
Heike Rapp vom Bundeszentrum für Ernährung rät: "Ein Drittel des Fetts, das wir essen, sollte aus einfach ungesättigten Fettsäuren und ein weiteres Drittel aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen." Das klingt kompliziert, als Faustregel können sich Gesundheitsbewusste aber merken: möglichst viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren essen und besonders auf Omega-3-Fettsäuren achten. Der Körper produziert nämlich selbst gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren, so dass es den meisten daran nicht mangelt.


Die gängigsten Ölsorten

Rapsöl: darf in keiner Küche fehlen. Es enthält sehr viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, und die auch noch in einem guten Verhältnis: Auf zwei Teile Omega-6 kommt fast ein Teil Omega-3. Zudem ist das Öl enorm vielseitig. Raffiniert - also gereinigt - ist es geschmacksneutral und eignet sich hervorragend zum Braten. Es verträgt auch hohe Temperaturen, ohne zu verbrennen, erklärt Dagmar von Cramm, Oecotrophologin und Autorin zahlreicher Kochbücher. Kaltgepresstes Rapsöl dagegen verfeinert Salat und andere kalte Speisen.

Olivenöl: ist wegen seines feinen Geschmacks ein sehr beliebtes Speiseöl. Es besteht in der Regel zu mindestens drei Vierteln aus der einfach ungesättigten Ölsäure. Sie senkt den Spiegel des "bösen" LDL-Cholesterin. Alexander Huber, Chef des Restaurants "Huberwirt" in Pleiskirchen und Mitglied der Spitzenkoch-Vereinigung Jeunes Restaurateurs, rät zu einem guten kaltgepressten Olivenöl. "Diese Öle haben allerdings ihren Preis", stellt er klar. Wer einen Liter Olivenöl für drei oder vier Euro kauft, dürfe nicht erwarten, dass es tatsächlich kaltgepresst ist.

Kokosöl: um kaum ein Fett wurde in den vergangenen Monaten so viel gestritten wie um Kokosöl. Während die einen dem exotischen Fett wahre Wunderwirkungen nachsagen, warnen andere: Es sei nicht besser als Butterschmalz. Tatsächlich ist das Fettsäuremuster ernüchternd. Kokosfett enthält fast ausschließlich gesättigte Fettsäuren, deutlich mehr noch als etwa Butter.

Nussöle: Öle aus Nüssen haben zudem einen intensiven, charakteristischen Geschmack. Alexander Huber verwendet beispielsweise Erdnussöl gern zu asiatischen Gerichten. "Es passt aber auch sehr gut zu Wurzelgemüse." dpa-mag
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare