Ernährungstrend

Intermittierendes Fasten

Ist das intermittierende Fasten ein neuer, unnützer Hype oder eine gesunde Sache? Ein Experte gibt Auskunft.
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Einige Stunden am Tag oder einige Tage pro Woche - Wer immer wieder Essenspausen einlegt und in dieser Zeit nur Wasser trinkt, tut seinem Körper tatsächlich etwas Gutes.  Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-mag
Einige Stunden am Tag oder einige Tage pro Woche - Wer immer wieder Essenspausen einlegt und in dieser Zeit nur Wasser trinkt, tut seinem Körper tatsächlich etwas Gutes. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-mag
Manager im Silicon Valley schwören auf einen neuen Ernährungstrend: Sie essen tagelang nichts und dann wieder ganz normal oder verzichten auf Frühstück oder Abendessen. Intermittierendes Fasten nennt sich diese Ernährungsweise. Ein neuer, unnützer Hype oder eine gesunde Sache?

Beim intermittierenden Fasten wechseln sich Stunden oder Tage des Fastens ab mit Zeiten, in denen ganz normal gegessen werden darf. Möglich sind unter anderem eine 2:5-Regelung, also zwei Tage fasten und fünf Tage normal essen oder eine 16:8-Variante, also 16 Stunden fasten und 8 Stunden essen. "Der Mensch ist ursprünglich nicht an konstante Mahlzeiten gewöhnt", sagt der Hamburger Diabetologe und NDR-"Ernährungsdoc" Matthias Riedl. Unsere Vorfahren waren aufgrund ihrer Lebensumstände auf Phasen des Fastens eingestellt. Erst wenn die Jagd erfolgreich oder die Ernte reif war, konnte gegessen werden. Ein Wechsel zwischen Fastenzeiten und Zeiten der Nahrungsaufnahme sei sozusagen "die für den Menschen artgerechte Ernährung", sagt Riedl. Da es in unserem Alltag mit regelmäßigen Mahlzeiten keine Hungerphasen mehr gibt, "ist der Köper ständig im Speichermodus", sagt Riedl. Mögliche Folgen können Krankheiten sein. Beim Intervallfasten lernt der Organismus wieder, auf seine Reserven zurückzugreifen. dpa-mag
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