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Bierkunde

Biersorten: Was ist der Unterschied zwischen Lager, Pils oder Bockbier?

Pils, Helles, Weizen: Bier ist nicht gleich Bier. Doch in was unterscheiden sich die verschiedenen Biersorten?
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In was unterscheiden sich die verschiedenen Biersorten? Foto: Spiegelau/ dpa
In was unterscheiden sich die verschiedenen Biersorten? Foto: Spiegelau/ dpa
Im Supermarkt, im Wirtshaus oder in einer Bar muss sich der Bierliebhaber entscheiden, welche Biersorte er trinken will. Dabei gibt es die eine riesige Auswahl zwischen Lager, Pils, Weizen und vielen anderen Sorten. Doch in was unterscheiden sich die verschiedenen Biere?


Zunächst grenzt sich eine Biersorte durch eine typische Kombination bestimmter Eigenschaften wie Brauart, Farbe, Zutaten, Alkoholgehalt, Haltbarkeit und natürlich Geschmack von anderen Sorten ab. Nach dem deutschen Reinheitsgebot darf ein Bier nur vier Zutaten haben: Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Die verschiedenen Braustile können ohne zusätzliche Zutaten vielfältige Aromen schaffen.


Was ist ein Pils?

Das Pils gilt laut dem deutschen Brauer-Bund als die beliebteste Biersorte in Deutschland und wurde von einem Bayer erfunden. Dem Bund nach trinkt jeder zweite Mann mindestens einmal in der Woche ein Pils, ein Drittel sogar mehrmals in der Woche. Mit einer Stammwürze von rund elf Prozent und einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent ist Pils ein Vollbier. Es ist untergärig, hat eine hellgoldene Farbe mit einem feinsahnigen Schaum. Zudem ist ein Pils stärker gehopft und schmeckt herb. Pils soll am besten schmecken, wenn man sich beim Zapfen nicht zu viel Zeit lässt.


Was ist ein Helles Lager?

Helle Lagerbiere sind etwas weniger stark gehopft und schmecken malzig, weich und ein wenig süß. Der deutsche Brauer-Bund erklärt, dass die Lagerbiere blank gefiltert sind und meist eine hellgelbe Farbe haben - daher die Bezeichnung "Helles". Es hat eine Stammwürze von elf Prozent und einen Alkoholgehalt von 4,6 Prozent. Beliebt ist das Helle vor allem in Bayern und Baden-Württemberg.


Was ist ein Dunkles Lager?

Das dunkle Lagerbier ist genau wie das Helle ein untergärig gebrautes Vollbier, dessen Stammwürzegehalt zwischen zehn und 14 Prozent liegt. Auch der Alkoholgehalt ist derselbe wie beim Hellen Lager. Das Malz ist für die dunkle Farbe des Bieres verantwortlich. Dunkles Lagerbier hat ein malziges Aroma und einen runden, leicht süßlichen Geschmack. Je nach Ausprägung sind auch feine Kaffee- oder Schokonoten wahrnehmbar.


Was ist ein Weizenbier?

Die Hochburg des Weizenbiers liegt in Bayern, denn hier ist es besonders beliebt. Es muss laut dem deutschen Brauer-Bund mindestens 50 Prozent Weizenmalz enthalten und hat relativ viel Kohlensäure. Es ist ein leicht spritziges Bier mit einem fruchtigen und würzigen Geschmack. Das macht das Weizenbier sehr erfrischend. Neben den klassischen naturtrüben, ungefilterten Hefeweizen gibt es auch klare Weizen. Dazu kommen alkoholfreie und leichte Weißbiere. Das Weizenbier hat eine Stammwürze von elf Prozent und einen Alkoholgehalt von 5,4 Prozent.


Was ist ein Bockbier?

Wer es etwas stärker mag, greift zum Bock-Bier. Denn diese Biere haben einen Alkoholgehalt von sechs bis sieben Prozent. Es ist ein Bier für besondere Gelegenheiten, weshalb nur wenig davon gebraut wird. Der Brauer-Bund erklärt, dass das Bockbier allerdings keine bayerische Erfindung ist, sondern aus Norddeutschland kommt. Es gehört zur Biergattung Starkbier, ist vollmundig und goldfarben, goldbraun oder dunkelbraun. Im Vergleich zu einem Pils wird beim Brauen mehr Malz eingesetzt, dadurch erhöht sich der Stammwürzegehalt: Dieser liegt bei 16 Prozent.
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