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Mehrheit der Deutschen will Ein- und Zwei-Cent-Münzen abschaffen

Mehr als die Hälfte der Deutschen (58 Prozent) will die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abschaffen. Der Hauptgrund: Kein Platz im Geldbeutel.
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Mehr als die Hälfte der Deutschen (58 Prozent) will die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abschaffen. Der Hauptgrund: Kein Platz im Geldbeutel. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Mehr als die Hälfte der Deutschen (58 Prozent) will die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abschaffen. Der Hauptgrund: Kein Platz im Geldbeutel. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
In der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen befürworten sogar 62 Prozent eine Abschaffung der Kupfermünzen, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Splendid Research ergab. 71 Prozent beklagen, dass in ihrer Geldbörse zu wenig Platz für Kleingeld sei.
Im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn sind die Deutschen allerdings Bargeldfans. Für eine komplette Abschaffung von Münzen und Scheinen spricht sich nur eine Minderheit von 13 Prozent aus, wie es hieß. Auch eine Obergrenze für Barzahlungen würde nur von 18 Prozent der Bundesbürger akzeptiert. Der Anteil der Personen, die am liebsten mit Bargeld zahlen, nahm im Vergleich zu 2016 sogar wieder zu.

Besonders Lebensmitteleinkäufe bezahlen die Deutschen der Umfrage zufolge am liebsten mit Münzen und Scheinen. In Produktkategorien wie Mode, Technik und Wohnen, bei denen oft höhere Beträge auf der Rechnung stehen, wird allerdings häufiger die EC-Karte bevorzugt.



Nahezu jeder Deutsche hat den Angaben nach Bargeld im Portemonnaie, im Durchschnitt sind es 67 Euro. Im Vergleich zu 2016 sind das sechs Euro weniger. Den höchsten Betrag an Münzen und Scheinen führen Bundesbürger im Alter von 50 bis 59 Jahren mit sich, hier sind es durchschnittlich 77 Euro. Deutsche im Alter von 18 bis 29 Jahren haben mit 49 Euro am wenigsten in ihrem Geldbeutel. Männer haben im Schnitt zwölf Euro mehr Bares und damit rund 73 Euro in ihrem Portemonnaie, Frauen führen nur 61 Euro mit sich.
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