Finanzen & Steuern

Der Grundfreibetrag steigt

Zum Jahreswechsel traten, Finanzen betreffend, wichtige Änderungen in Kraft. Einige dieser Änderungen hier im Überblick.
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Zum Jahreswechsel traten zahlreiche Änderungen in Kraft, von denen Steuerzahler durchaus profitieren.  Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Zum Jahreswechsel traten zahlreiche Änderungen in Kraft, von denen Steuerzahler durchaus profitieren. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Auch in Sachen Finanzen hat sich mit dem Jahreswechsel einiges geändert. Hier ein kurzer Überblick.

- Vorsorgeaufwendungen: 2017 können Steuerzahler mehr Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben geltend machen. Der absetzbare Betrag steigt von 82 auf 84 Prozent, erklärt der Bund der Steuerzahler. Absetzbar sind etwa Beiträge zur Rentenversicherung.
- Grundfreibetrag: Zum 1. Januar ist das vom Fiskus unangetastete Existenzminimum gestiegen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen klettert der Grundfreibetrag für Ledige um 168 Euro auf 8820 Euro.
Der Kinderfreibetrag steigt um 108 Euro.
- Steueranteil für Neurentner: Wer 2017 in Rente geht, muss 74 Prozent seiner Rente versteuern, erklärt der Bund der Steuerzahler. Bisher lag der steuerpflichtige Anteil bei 72 Prozent. Das bedeutet: Nur noch 26 Prozent der Bezüge sind steuerfrei.
- Garantiezins: Zum 1. Januar sank der Höchstrechnungszins für Lebensversicherungen von derzeit 1,25 auf 0,9 Prozent, erklärt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Für Bestandskunden ändert sich nichts. dpa-mag


Steuererklärung: zwei Monate mehr

Zum Jahreswechsel ist ein neues Steuergesetz in Kraft getreten. Mehr Zeit, sich dem Fiskus zu erklären, bringt es laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aber erst 2019.
Wer seine Erklärung für 2018 selbst macht, hat 2019 dann bis zum 31. Juli Zeit. Bis dahin bleibt der 31. Mai der Stichtag. Die ab 2019 um zwei Monate verlängerte Frist wird dauerhaft gelten.
Stellt ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein alles fürs Finanzamt zusammen, können sie sich ebenfalls zwei Monate mehr Zeit nehmen. Da der letzte Termin derzeit der 31. Dezember ist, kann die Steuererklärung für 2018 also bis zum 29. Februar 2020 (Schaltjahr) abgegeben werden.
Mit der Steuererklärung für das Jahr 2018 wird's auch etwas unbürokratischer: Belege müssen nicht mehr eingereicht werden. Allerdings kann das Finanzamt die Unterlagen anfordern - zum Beispiel Spendenquittungen oder vereinfachte Nachweise über Zuwendungen.
Die Vorlage kann der Fiskus bis zu einem Jahr nach Bekanntgabe des Bescheids verlangen. Solange müssen sämtliche Belege sorgfältig aufbewahrt werden.
Nach wie vor entscheidet der Bearbeiter im Finanzamt, ob ein Zuschlag wegen verspäteter Abgabe festgesetzt wird. Wer jedoch die Frist erheblich überzieht und Steuern nachzahlen muss, der wird in Zukunft wegen der Verspätung auf jeden Fall zur Kasse gebeten. Nach Angaben der Verbraucherschützer sind mindestens 25 Euro je angefangenem Verspätungsmonat zu bezahlen.
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