Helfer in schweren Stunden

Bestattungswünsche festlegen

Eine Bestattungsverfügung legt vor einem Todesfall genau fest, wie mit der Bestattung und anderen Dingen verfahren werden soll.
Die Planung der eigenen Beerdigung ist ein sensibles Thema. Dennoch kann es sinnvoll sein, die eigenen Wünsche frühzeitig zu äußern und verbindlich festzulegen.  Foto: Andrea Warnecke/mag
Die Planung der eigenen Beerdigung ist ein sensibles Thema. Dennoch kann es sinnvoll sein, die eigenen Wünsche frühzeitig zu äußern und verbindlich festzulegen. Foto: Andrea Warnecke/mag
Die Trauerfeier für einen geliebten Menschen ist eine emotionale und persönliche Sache. Wer seine Wünsche zur eigenen Beerdigung vor seinem Tod festlegt, kann seine Angehörigen entlasten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Vorsorge.

In einer Bestattungsverfügung können Menschen handschriftlich festlegen, wie im Todesfall mit ihrem Leichnam umgegangen werden soll - etwa ob sie in einem Sarg oder einer Urne beigesetzt werden wollen. Wichtig dabei: "Eine Person angeben, die sich um sämtliche Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Beerdigung kümmern soll", erklärt Werner Hinzpeter von der Stiftung Warentest. Denn sonst gelten die Vorgaben des Bestattungsgesetzes des jeweiligen Bundeslandes. In der Regel ist dann als erstes der Ehepartner zuständig für die Organisation der Bestattung. Dann folgen Kinder und Enkelkinder.
Die Verfügung kann zusammen mit anderen persönlichen Dokumenten in der Wohnung aufbewahrt werden. Der Vorteil ist, "dass sie immer wieder ohne größeren Aufwand geändert und angepasst werden kann", sagt Alexander Helbach von der Verbraucherinitiative Aeternitas. Weiß jedoch keiner von der Verfügung oder unzuverlässige Nachkommen verschweigen sie, wird sie möglicherweise nicht umgesetzt.


Mehrere Angebote einholen

Wollen Betroffene sichergehen, dass ihre Wünsche berücksichtigt werden, können sie einen Vorsorgevertrag mit einem Bestatter ihrer Wahl schließen. "Ein solcher Vertrag kann auch den Kauf eines Grabmals und die langfristige Grabpflege beinhalten", erläutert Oliver Wirthmann vom Bundesverband Deutscher Bestatter. Interessenten sollten dann mehrere Angebote einholen und diese vergleichen. Auf Basis eines Kostenvoranschlages schließen sie dann einen Treuhandvertrag. "Die angegebene Summe wird über den Bestatter oder direkt an die Treuhand gezahlt", erläutert Wirthmann. Stirbt der Kunde, überweist der Treuhänder das Geld an den Bestatter.

Wer nur die Kosten der Beerdigung abdecken will, kann eine Sterbegeld-Versicherung abschließen. "Sie ist eine Spielart der Kapitallebensversicherung mit einer niedrigen Versicherungssumme, meist zwischen 2500 und 10 000 Euro", erläutert Hinzpeter. Bei einer langen Einzahlphase lohnt sie sich seiner Einschätzung nach aber oft nicht. Zwar fließt ein Großteil der Beiträge in den Risikoschutz. Bei einer Einzahlung über 20 Jahre hinweg ist die Auszahlungssumme aber "deutlich niedriger als die geleisteten Beträge", weiß Hinzpeter. dpa-mag
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