Zwei Berufe auf einen Streich
08.02.10
Ausbildung Das duale Studium an der Hochschule Hof und der Berufsschule Kulmbach eröffnet Abiturienten neue berufliche Perspektiven. Das Angebot wurde jetzt um das Fach Maschinenbau in Kombination mit der Ausbildung zum Technischen Zeichner erweitert.

Die oberfränkischen Betriebe der Branche Sanitär/Heizung/Klima sowie die oberfränkischen Hersteller energie- und heizungstechnischer Produkte stellen mindestens 16 Ausbildungsstellen für den Verbundstudiengang Maschinenbau in Kombination mit dem Technischen Zeichner (SHK) bereit. Dies ist das Ergebnis der Startveranstaltung, zu der der Präsident der Hochschule Hof, Professor Dr. Jürgen Lehmann, und Landrat Klaus Peter Söllner Vertreter aus Industrie und Handwerk nach Hof eingeladen haben.
Durch die demografische Entwicklung ist absehbar, dass in wenigen Jahren die Anzahl der Berufsanfänger kaum ausreichen wird, um das altersbedingte Ausscheiden von Fachkräften aufzufangen.
Deshalb haben der Landkreis Kulmbach und die Hochschule Hof bereits im Sommer 2009 ein Kooperationsabkommen geschlossen. Die erste Maßnahme dieser Zusammenarbeit ist die Erweiterung des Bildungsmodells „Hochschule dual“ auf den Verbund einer Berufsausbildung als Technischer Zeichner (SHK) am Beruflichen Schulzentrum Kulmbach mit dem Studium Maschinenbau an der Hochschule Hof.
Damit die Ausbildung zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 im September 2010 beginnen kann, werden nun die Absolventen der Gymnasien und der Fachoberschulen über das Ausbildungsangebot informiert. Dass dieses von den jungen Leuten angenommen wird, davon ist Innungsobermeister Hans Schwender überzeugt.
Für die Studierenden ist das Verbundstudium mehrfach vorteilhaft: Sie erzielen einen beruflichen Ausbildungsabschluss (einen Gesellenbrief) und einen Hochschulabschluss („Bachelor of Engineering“) in einem Durchgang und in relativ kurzer Zeit (4,5 Jahre). Während ihrer beruflichen Ausbildung erhalten sie Geld vom Arbeitgeber (das übliche, tarifliche Entgelt für Auszubildende), und etliche Firmen zahlen auch während des Studiums eine Art Stipendium. Für die vorlesungsfreien Zeiten, in denen der Student im Betrieb arbeitet, erhält er vollen Lohn.
Die Studierenden können die gesamte Ausbildung heimatnah durchlaufen und sind sozial abgesichert, da erfahrungsgemäß die meisten Teilnehmer am Ausbildungsgang „Hochschule dual“ nach erfolgreichem Abschluss von ihrem Arbeitgeber übernommen werden.
Der erste Schritt nach dem Erwerb der Hochschulreife ist der Beginn einer Ausbildung als Technischer Zeichner bei einem Betrieb, der sich an „Hochschule dual“ beteiligt. Professor Herbert Reichel von Hochschule Hof und Wolfram Müller, Leiter des Berufliches Schulzentrums Kulmbach, stellten die Details vor. Im ersten Jahr erfolgt eine abgestimmte Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule, an der eine Klasse ausschließlich für Teilnehmer des Studienmodells eingerichtet wird. Nach dem ersten Lehrjahr erfolgt der Wechsel zum Studium des Maschinenbaus an die Hochschule Hof, in den vorlesungsfreien Zeiten und im Praxissemester wird die gewerbliche Ausbildung abgeschlossen.
Junge Frauen und Männer, die derzeit dicht vor dem Abitur oder Fachabitur stehen und sich für „Hochschule dual“ interessieren, können in den nächsten Wochen bei Informationsveranstaltungen weitere Details erfahren. Die Termine werden noch bekannt gegeben.
HIER gibt es weiteres Infomaterial zum Studiengang.
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