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Wohin nur mit dem ganzen Schnee?

06.02.10  Von: Bernhard Panzer

Winterkapriolen In den Wohnstraßen türmen sich am Rand noch immer die weißen Hügel. Am Donnerstag hinterließ ein Schneepflug in der Elisabethstraße in Herzogenaurach kurzzeitig sogar eine Straßensperre.

Ein Schneehügel als Hinterlassenschaft eines Schneepflugs versperrte vorübergehend die Straße. Fotos: Bernhard Panzer
Ein Schneehügel als Hinterlassenschaft eines Schneepflugs versperrte vorübergehend die Straße. Fotos: Bernhard Panzer

Ein Schneehügel als Hinterlassenschaft eines Schneepflugs versperrte vorübergehend die Straße. Fotos: Bernhard Panzer

Die Anwohnerin musste selbst Schnee schippen, um die Einfahrt zur Garage frei zu bekommen

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So allmählich gehen die Schneehügel an den Straßenrändern sowohl den Autofahrern als auch Passanten und vor allem den Anwohner auf den Wecker. Gerade wenn ein Schneepflug durch die Straßen fährt und das weiße, schwere Nass vor die Einfahrten von Garagen und Höfen schiebt, hilft nur noch der Griff zum Schneeschieber, um den Weg frei zu schippen.

Regelrecht ausgesperrt fühlte sich am Donnerstag Inge Siemek, eine Anwohnerin der Elisabethstraße. Verhinderte doch eine weiße Wand die Einfahrt in ihre Garage. Selbst ist die Frau, dachte sich die Herzogenauracherin und half sich dann selbst. Was blieb ihr auch anderes übrig, denn mitten auf der Straße konnte sie ihren BMW wohl kaum parken.

Obwohl: Zumindest für eine gute Stunde hätte sie niemanden behindert. Denn ein paar Meter weiter hatte der Schneepflug ein weißes Hindernis quer über die Straße aufgetürmt. Weil das Winterdienst-Fahrzeug wegen eines parkenden Kleinbusses nicht durch kam, drehte der Fahrer um und ließ den Wall zurück – sehr zum Kopfschütteln mancher Anwohner und Passanten.

Humor hilft

Fritz Baier vom Stadtbauhof wurde aber umgehend davon in Kenntnis gesetzt, rückte mit einem Traktor dann selbst an und beseitigte den Schnee.

So schreibt der anhaltende Winter in diesem Jahr seine eigene Geschichten. Die Anwohnerin nahm’s mit Humor. Es sei ja schließlich Fasching, sagte sie im Gespräch mit infranken.de, und überall gleichzeitig könne der Winterdienst auch nicht sein. Außerdem: Irgendwohin muss der Schnee ja geräumt werden, bat Fritz Baier um Verständnis.


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#4 J.Wildenauer schrieb am 09.02.10 11:34   

bei allem Humor, der angemahnt wird

Zitat: Weil das Winterdienst-Fahrzeug wegen eines parkenden Kleinbusses nicht durch kam, drehte der Fahrer um und ließ den Wall zurück – sehr zum Kopfschütteln mancher Anwohner und Passanten.

 

Das Kopfschütteln sollte nicht an den Schneepflugfahrer sondern an den Fahrer des parkenden Kleinbusses gerichtet sein. Nicht umsonst, darf man nirgends parken, wenn die verbleibende Fahrbahnbreite nicht mindestens 3m beträgt. Aber so etwas bringt man den Menschen ja nicht nahe. Das gleiche Problem wie der Schneepflug hätten nämlich Rettungsdienst und Feuerwehr.

#2 Redaktion schrieb am 06.02.10 13:46   

@derdude

 

Lieber Herr Ex-Schneepflugfahrer,

 

schon das Stichwort „Winterkapriolen“ zeigt, dass es sich hier um eine eher nette Geschichte am Rande handelt denn um eine allzu ernst zu nehmende Angelegenheit. Der Winter an sich ist doch eher etwas schönes - es sei denn man bekommt ihn zu sehr zu spüren wie zurzeit manche Bewohner in Norddeutschland - und deshalb hat die Anwohnerin ja auch mit Humor und eigenem Tatendrang reagiert.

 

Warum sind Sie nicht froh, dass wir solche Sachen berichten? So haben Sie doch immer was Nettes zum Kommentieren ;-)

Die Nachfrage der Leser (meistgelesener Artikel in ERH im Moment) bestätigt im Übrigen, dass auch kleinere Geschichten wie diese durchaus gern gelesen werden.

 

In diesem Sinne: Manche Geschichten liegen buchstäblich auf der Straße. Lassen Sie sie uns weiter aufheben, auch zu Ihrer eigenen Freude...

 

Herzlichst

Bernhard Panzer, Redakteur

#3 derdude schrieb am 06.02.10 17:23   

Na dann Herr Panzer, nichts für ungut -aber worüber die Leite den Kopf schütteln bleibt offen(?)

Und wenn Sie, wie mir geschehen, von einem netten Mitbürger wegen ein paar Schaufeln Schnee durchs Dorf verfolgt und mit dem Vorschlaghammer bedroht werden, würden Sie vielleicht ähnlich auf solche Zeitungsmeldungen reagieren.

 

 

....aber natürlich hat der Winter auch meist positive Seiten;-)

#1 derdude schrieb am 06.02.10 06:29   

Was hätte der Schneepflugfahrer auch anderes tun sollen als Umdrehen. Die Nachbarschaft abklappern und nach dem Fahrer / der Fahrerin suchen?

Normal gehört da noch ein Knöllchen für rücksichtsloses parken hinterher.

Und den liegen gelassenen Schnee darf er auch aufräumen!

Und das der Schnee vor die Einfahrten geschoben wird.... -sollen ihn die Schneepflugfahrer einstecken???

Was sind wir für ein Volk geworden.

Wenn diesen Bericht den Kollegen hier an meinem Arbeitsplatz in Obb. vorlese ist das wieder die Lachnummer.

Kein Mensch beklagt sich hier über den Schnee, obwohl noch um einiges höher.

Bin, so nebenbei, 15 Jahre Schneepflug gefahren und habe mich des öfteren mit unserer "freie Fahrt für freie Bürger" - Mentalität (jederzeit) auseinander setzten müssen.

Im übrigen hat der FT anscheinend nichts Besseres zu berichten und dann noch mit der Tendenz zum Bild - Niveau.

Sie erweisen den ehemaligen Kollegen einen Bärendienst.


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