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Lokalsport Lichtenfels

Überraschungen bei Deutscher Meisterschaft

08.03.10  

Faustball Die Außenseiter Stammheim und Ahlhorn sind als Gruppenzweite jeweils ins Endspiel der deutschen Hallenfaustball-Meisterschaft eingezogen. Die Schwaben aus der Nähe Stuttgarts gewinnen mit 3:0 den deutschen Titel. Titelverteidiger Hammah wird nur Vierter.

Im Finale hatte bei packenden Blockduellen der Stammheimer Nationalspieler Marc Krüger (links) gegen den Ahlhorner Juniorennationalspieler Christoph Johannes etwas öfter die Nase vorn. Foto: Uwe Gick
Im Finale hatte bei packenden Blockduellen der Stammheimer Nationalspieler Marc Krüger (links) gegen den Ahlhorner Juniorennationalspieler Christoph Johannes etwas öfter die Nase vorn. Foto: Uwe Gick

Im Finale hatte bei packenden Blockduellen der Stammheimer Nationalspieler Marc Krüger (links) gegen den Ahlhorner Juniorennationalspieler Christoph Johannes etwas öfter die Nase vorn. Foto: Uwe Gick

Stammheims Kapitän Alwin Oberkersch reckt den Siegerpokal im Konfettiregen in die Höhe. Foto: Uwe Gick

Die größte und auch die lauteste Fangruppe war die vom neuen deutschen Meister TV Stammheim. Foto: Uwe Gick

Nationalspieler Marc Krüger vom TV Stammheime erzielt mit diesem Schmetterball einen Punkt für sein Team. Foto: Felix Stöldt/dfbl

Der Stammheimer Zuspieler Jan Hoffrichter (links) legt für Marc Krüger einen Ball auf. Foto: Felix Stöldt/dfbl

Harte Duell lieferten sich an der Leine der Stammheimer Marc Krüger (weißes Trikot) und der Ahlhorner Christoph Johannes. Foto: Felix Stöldt/dfbl

Mit seinen Fans und dem Maskottchen feierten die Stammheimer nach der Siegerehrung ausgelassen. Foto: Felix Stöldt/dfbl

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Mit dem verdienten Sieg des TV Stammheim ist am Sonntagnachmittag die deutsche Meisterschaft der Männer im Hallenfaustball in der Adam-Riese-Halle Bad Staffelstein zu Ende gegangen. Im Finale bezwangen die Schwaben aus der Nähe Stuttgarts den Ahlhorner SV mit 3:0 Sätzen. Bronze ging an den TV Vaihingen/Enz vor dem Titelverteidiger MTV Hammah. In der Vorrunde schieden der VfK Berlin und der TV Öschelbronn jeweils als Gruppendritte aus.

In der Vorrunde am Samstag eröffnete der MTV Hammah als Erster der Bundesligagruppe Nord vor rund 600 Zuschauern in der Halle das Turnier gegen den Dritten der Nordstaffel, den Feldmeister VfK Berlin. Die Hauptstädter legten los wie die Feuerwehr und holten sich den ersten Satz mit 11:6. Doch dann kam Hammah besser ins Spiel, glich mit 13:11 aus und gewann über 11:9 und 11:4 das Match noch klar.

Zu nervös verlor anschließend Aufsteiger TV Öschelbronn den ersten Satz gegen den Südstaffelersten TV Vaihingen/Enz mit 3:11. Doch die Schwarzwälder drehten im zweiten Durchgang den Spieß beim 11:9 um. Die Schwaben konterten mit 11:3 und 12:10 und holten sich mit 3:1 den Sieg.

Gegen den Süd-Zweiten TV Stammheim standen die Berliner anschließen schon mit dem Rücken zu Wand, doch mit dem 3:1-Sieg der Schwaben war das Aus des VfK besiegelt.

Das gleiche Schicksal ereilte danach den TV Öschelbronn mit der 1:3-Niederlage gegen den Nordzweiten Ahlhorner SV. Damit standen auch schon die Teilnehmer der Halbfinals fest. Der MTV Hammah sicherte sich nach einem hart umkämpften Match gegen Stammheim (11:9, 11:9, 13:11) Platz 1 in der Gruppe A. Vaihingen belegte mit einem 3:0 (11:8, 11:3, 11:6) gegen Ahlhorn in der Gruppe B die Poleposition.

Am Sonntag fanden rund 800 Zuschauer den Weg in die Adam-Riese-Halle. Es herrschte wiederum ein ohrenbetäubender Lärm, den die Fangruppen mit ihren Trommeln und Tröten veranstalteten. Im ersten Halbfinale fand der MTV Hammah gegen den Ahlhorner SV nicht ins Spiel. Die ersten beiden Sätze gewann der Gruppenzweite Ahlhorn mit 11:6 und 11:6, ehe die MTVler aufwachten und mit 11:5 und 11:5 ausglichen. Im entscheidenden fünften Satz besaßen beide Teams bereits Matchbälle, ehe die Ahlhorner SV mit 14:12 das glücklichere Ende für sich hatten. Im zweiten Halbfinale holten sich die Vaihinger gegen Stammheim den ersten Satz klar mit 11:4. Doch dann kamen die TVler unterstützt von der größten und stimmgewaltigsten Fangemeinde ins Rollen. Mit 11:7, 11:9 und 11:7 wurde der Südmeister bezwungen.

So standen sich die Bundesliga-Staffelmeister und Vorrundengruppensieger überraschenderweise nur im Spiel um Platz 3 gegenüber. Bei Hammah war dabei die Luft raus. Der MTV unterlag Vaihingen mit 0:3 klar.

Im Finale ging der erste Satz gleich in die Verlängerung. Bei packenden Blockduellen hatten die Stammheimer Vorteile und die Abwehr mit Alwin Oberkersch, Christian Nacke und Steffen Kowalik kratzte den einen oder anderen Angriff der Norddeutschen noch aus dem Eck. So konnte Spielertrainer Jan Hoffrichter seinem Angreifer Marc Krüger die Bälle sauber zuspielen. Mit 13:11 gewann Stammheim den ersten Durchgang und brachte den eigenen Anhang zum jubeln.

Auch der zweite Satz war ausgeglichen. Die Fans sahen spektakuläre Ballwechsel mit gehechteten Abwehraktionen und knallharte Angriffe, aber auch raffiniert gespielte Trickbälle. Die Teams boten Faustball auf höchstem Niveau. Mit 12:10 holte sich Stammheim die 2:0-Satzführung. Mit Nils-Christoffer Carl für den nachlassenden Philipp Meiners wollte der Ahlhorner SV im dritten Satz das Blatt wenden, doch die Schwaben ließen sich nicht mehr bremsen. Mit 11:6 holten sich die Stammheimer den Sieg und konnten sich von ihren Fans unter Konfettiregen auf dem obersten Treppchen feiern lassen.

Mehr dazu lesen Sie im Fränkischen Tag



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