So dreist sind Bankräuber von heute
08.12.09 Von: Benjamin Kemmer
Banküberfall Ein Zettel und ein Edding reichen, um 20 000 Euro zu erbeuten. So schaffte es zumindest ein dreister Bankräuber die Sparkasse in Bindlach (Landkreis Bayreuth) zu erleichtern.

Am Montagnachmittag schlenderte ein 52-Jähriger in die Sparkassen-Filiale in Bindlach und schob der Schalter-Mitarbeiterin einen einfachen weißen Zettel zu: „Überfall – Geld her“ war darauf zu lesen. Die verunsicherte Bankangestellte wusste nicht, was zu tun ist, und zog erst einmal einen Kollegen zurate.
Auch dieser bekam nur das Stück Papier vorgehalten. Daraufhin packten die beiden 20 000 Euro in eine Tasche der Bank und gaben sie dem Räuber, der wieder ruhig aus der Bank herausspazierte.
Seine Seelenruhe sollte dem Räuber allerdings zum Verhängnis werden. Schon während des Überfalls konnten die beiden Bank-Mitarbeiter mehrmals den Alarmknopf drücken. Eine Polizeistreife konnte den Bankräuber wenig später in der Nähe der Bank aufgreifen.
Der Beschuldigte ist für die Justiz kein Unbekannter mehr. Bereits am 27. September 2002 hatte er in Kulmbach eine Bank überfallen und war hierfür zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Auch damals verwendete er einen Zettel mit der Aufschrift „Überfall!! Geld raus“.
Inzwischen war der Räuber auch geständig. Gegen ihn erging ein Haftbefehl wegen räuberischer Erpressung. Das Gesetz sieht hierfür eine Freiheitsstrafe zwischen einem und fünfzehn Jahren vor.
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