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Bamberg

Sie halten die Erinnerung wach

07.05.10  Von: Marina Novellino

Ausstellung Bis zum 30. Mai stellen Schüler des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums und Markus Raupach Texte und Bilder aus dem Konzentrationslager Auschwitz aus.

Markus Raupach erläutert die Ausstellung.  Foto:  Barbara Herbst
Markus Raupach erläutert die Ausstellung. Foto: Barbara Herbst

Markus Raupach erläutert die Ausstellung. Foto: Barbara Herbst

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Bedrückende Fotos sind seit Freitag im Kreuzgang des Karmelitenklosters zu sehen. An einem Stacheldrahtzaun hängen in zwei Reihen Schwarzweiß-Fotos aus dem Konzentrationslager Auschwitz, flankiert von Tafeln mit weiteren Bildern und Texten.

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Exkursion, die fünf Elftklässer des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Christa Horn und Markus Raupach, einem Ehemaligen des KHG, im April unternommen haben. Die Reise kam im Anschluss an das Projekt "Zug der Erinnerung" zustande, bei dem an deportierte Juden aus ganz Europa erinnert wurde. Aus jenen deutschen Städten, in denen der Zug Halt gemacht hatte, wurden nun einige Schüler zu einer Reise in das KZ Auschwitz eingeladen.

Die Unkosten für diese "Fahrt gegen das Vergessen" übernahm die Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg, die sich im Gedenken an Widerstandskämpfer für mehr Zivilcourage und den Kampf gegen Rechtsextremismus einsetzt. Vorsitzender Nikolai Czugonow-Schmitt dankte in seiner Rede den Schülern, dass sie sich diesen Erinnerungen und Erfahrungen ausgesetzt haben. Er betonte, dass es junge Menschen seien, die durch solches Engagement zur Versöhnung beitragen. Denn mit dieser Fahrt ist auch ein Auftrag verbunden. Dieser Auftrag ist es, Geschichte weiterzutragen, zu mahnen und zu erinnern. Ein Schritt in diese Richtung soll diese Ausstellung sein.

Auch Arieh Rudolph von der Israelitischen Kultusgemeinde betonte, dass es wichtig sei, die Erinnerung vor allem durch die verbleibenden Zeitzeugen lebendig zu halten. Die individuelle Beschäftigung mit den Gräueltaten in Auschwitz, die direkte Konfrontation mit dem Leid der Überlebenden, sei nach 65 Jahren immer seltener möglich.

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