Sehnsucht nach Rampenlicht
08.02.10
Miss Germany Topmodel-Casting und Superstar-Suche im Fernsehen, Schaulaufen der Schönheitsköniginnen auf der Bühne: Die Organisatoren der Wahl zur "Miss Germany" spüren das starke Interesse junger Frauen an einer Karriere im Rampenlicht.

Die Zahl der Kandidatinnen sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, teilten die Organisatoren am Montag im badischen Rust mit. „Der Beruf Model ist heiß begehrt“, sagt Veranstalter Ralf Klemmer (45). Davon profitiere der Schönheitswettbewerb, der seit 1927 jährlich über die Bühne geht.
Die Wahl der „Miss Germany 2010“ ist am 13. Februa im Europa-Park in Rust. Es treten 22 Kandidatinnen im Alter von 16 bis 24 Jahren an. Deutschlandweit haben sich in 245 Vorwahlen mehr als 6.550 junge Frauen beworben. Der Teilnehmerrekord vom vergangenen Jahr mit rund 7.500 Bewerberinnen wurde zwar nicht erreicht. Es sind aber immer noch deutlich mehr Frauen als in den Jahren zuvor, als sich im Schnitt 5.000 bis 6.000 Kandidatinnen um einen Platz im Finale bemühten.
Der Wettbewerb ist heute eine Berufsbörse
„Das Bild hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert“, sagt Klemmer. „Das Interesse ist gewachsen, gleichzeitig aber auch die Ernsthaftigkeit der Bewerberinnen.“ Viele von ihnen hätten die Karriere und ihren Wunschberuf als Model fest im Blick und sähen die Miss-Wahl als Sprungbrett. „Die Sehnsucht nach dem Rampenlicht war noch nie so stark“, sagt Klemmer. Dies zeigten ja auch die entsprechenden Shows im Fernsehen.
„Die Frauen stolpern nicht blauäugig auf den Laufsteg. Sie wissen genau, was sie tun“, sagt Ines Kuba. Die 38-Jährige, die 1991 „Miss Germany“ und ein Jahr später „Queen of the World“ wurde, arbeitet heute in der Miss-Wahlen-Organisation. „Früher ging es bei den meisten Kandidatinnen um den Spaß, dabei zu sein. Heute ist der Schönheitswettbewerb eine Berufsbörse.“ Die Teilnehmerinnen seien bereit, hart an sich und der Karriere zu arbeiten.
Dreiköpfige Jury bewertet die Kandidatinnen
Bei der Wahl zur „Miss Germany“ treten die Siegerinnen der Landeswahlen gegeneinander an. Sie müssen sich zunächst im Abendkleid, später dann in Bademode präsentieren. Bewertet werden sie von einer Jury. In ihr sitzen dieses Jahr unter anderem Showmaster Dieter Thomas Heck, der frühere Fußballmanager Rudi Assauer sowie Schönheitschirurg Werner Mang.
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