Schweißtreibende Proben am "Grünen Hügel"
21.07.10
Festspiele Die Proben für die Richard-Wagner-Festspiele waren in diesem Jahr so schweißtreibend wie seit langem nicht mehr. "Den Sängern lief das Wasser vom Körper", beschreibt der Technische Direktor, Karl-Heinz Matitschka, die Folgen der wochenlangen hochsommerlichen Temperaturen auf dem "Grünen Hügel" in Bayreuth.

Sänger proben am Dienstag (20.07.2010) die Kinderoper "Tannhäuser" auf einer Probenbühne des Festspielhauses am Grünen Hügel in Bayreuth (Oberfranken). Foto: David Ebener/dpa
Beim neuen "Lohengrin" bestehen die Kostüme von Reinhard von der Thannen überdies noch aus dicken, warmen Stoffen.
Auch die Bühnenarbeiter mussten schwitzen. "Auf den Probebühnen gibt es keine Hebehilfen und keine Klimaanlagen", untermauert Matitschka die Forderung nach einer modernen zusätzlichen Probebühne. Aus Platzgründen mussten die Proben für den "Parsifal" in diesem Jahr in eine leerstehende Industriehalle ausgelagert werden. "Das erforderte mehr Wege, mehr Personal, macht die Arbeit teurer und fördert nicht gerade den Gemeinschaftsgeist", ergänzt Festspielchefin Katharina Wagner. Die räumliche Enge am "Grünen Hügel" führte auch dazu, dass Kulissenteile im Freien gelagert werden mussten und deshalb zum Teil von Souvenir-Jägern beschädigt wurden. Neben dem vierteiligen "Ring des Nibelungen", "Parsifal", den "Meistersingern" und dem neuen "Lohengrin" benötigen auch die Bühnenbilder für "Tristan und Isolde" Platz. Dieses Werk sowie die Neuinszenierung des "Tannhäuser" werden im kommenden, "Ring"-freien Jahr den Spielplan ergänzen. dpaWeitere Artikel zum Thema suchen
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