Schüler besorgt über doppelten Abi-Jahrgang
07.12.09
Bildung Besorgt haben sich Münchner Gymnasiasten bei einer Diskussion mit Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) über den doppelten Abiturjahrgang im Jahr 2011 geäußert.
Möglicherweise seien nicht für alle Interessenten genügend Studienplätze vorhanden, kritisierten die Schüler am Montag bei der Veranstaltung im Landtag. Im Zuge des achtjährigen Gymnasiums könne es zu „Reibungen kommen“, gab Heubisch zu. Auch könne eine exakte Voraussage über die tatsächlichen Studienanfänger nicht getroffen werden. Es werde auf jeden Fall Überbrückungsangebote wie Sprachkurse oder Studienvorbereitungen, wenn jemand nicht gleich den gewünschten Studienplatz bekommt, sagte Heubisch. Auf seine Einladung waren 113 Schüler in den Landtag gekommen.
Eine Umfrage über die Studienabsichten der Schüler des doppelten Abiturjahrgangs regte unterdessen Max Schmidt an, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv). „Die Schüler treibt die Frage um, ob sie in ihrem Wunschfach 2011 auch wirklich einen Studienplatz in Bayern finden. Ihre Sorgen konnten durch die heutigen Antworten nicht gänzlich ausgeräumt werden“, sagte Schmidt laut Pressemitteilung. Eine Umfrage führe zu mehr Planungssicherheit.
Zwar begrüßte Klaus Wenzel, Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), die Initiative Heubischs, mit den Schülern zu diskutieren. Allerdings seien weiter Fragen offen. So sei die Frage nach mehr Wohnraum oder nach zusätzlichen Praktikumsplätzen bislang ungeklärt. Wichtig sei laut Wenzel außerdem, dass „den Schulen ausreichend Personal“ zur Verfügung gestellt wird. Hier gebe es „massive Defizite“. dpa
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