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Respekt vor dem Serienmeister war zu groß

28.02.10  Von: Peter Seidel

Volleyball-Bundesliga Die Eschenbacher Volleys Bamberg unterliegen dem VfB Friedrichshafen klar mit 0:3. Eine kurzfristige Insolvenz des VC Franken ist vom Tisch.

Juan Figueroa findet die Lücke im Friedrichshafener Block. Fotos: sportpress
Juan Figueroa findet die Lücke im Friedrichshafener Block. Fotos: sportpress

Juan Figueroa findet die Lücke im Friedrichshafener Block. Fotos: sportpress

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Auch die Eschenbacher Volleys Bamberg haben es nicht geschafft, dem in dieser Saison noch ungeschlagenen Tabellenführer der Volleyball-Bundesliga ein Bein zu stellen. Am Sonntag setzte sich der Serienmeister VfB Friedrichshafen vor über 2000 Zuschauern in der Jako-Arena klar mit 3:0 (25:15, 25:17, 26:24) durch.

„Wir haben in den ersten zwei Sätzen nicht gut gespielt, uns aber im dritten gesteigert und den Friedrichshafenern das Leben schwer gemacht“, brachte Außenangreifer Sebastian Richter die 1:16 Stunden dauernde Partie auf den Punkt. Die nervösen Bamberger zeigten zu großen Respekt vor dem übermächtigen Gegner und produzierten zu viele Fehler. Erst im dritten Durchgang fanden sie zu ihrer Form und hatten auch die Chance, diesen Abschnitt für sich zu gewinnen. Sie konnten aber beim Stand von 24:21 trotz lautstarker Unterstützung des Publikums drei Satzbälle nicht verwerten und mussten sich dem zehnfachen deutschen Meister klar geschlagen geben.

„Die Zuschauer waren gut, die Stimmung in der Halle war gut, nur unsere Leistung war nicht gut“, meinte der sichtlich enttäuschte Bamberger Trainer Mark Lebedew. „Wir waren gedanklich nicht da und haben zu lange gebraucht, um ins Spiel zu finden. Wir sind nicht hier, um eine tolle Show zu bieten, sondern um zu gewinnen. Nur das müssen die Spieler im Kopf haben“, kritisierte der Australier.

Angesichts der finanziellen Turbulenzen im Verein ist es für die Volleys allerdings auch schwer, sich auf den Sport zu konzentrieren. Dies wurde auch gestern deutlich, als sich Interimsmanager Jochen Hauke nach dem ersten Satz an das Publikum wandte. „Lasst uns alle zusammenhalten, damit wir auch in der nächsten Saison in dieser Halle gegen Friedrichshafen und Berlin spielen können“, bat er darum, den vor dem finanziellen Ruin stehenden Verein zu unterstützen.

Eine kurzfristige Insolvenz ist aber erst einmal vom Tisch, nachdem die Sozialversicherungsträger noch kein Mahnverfahren eingeleitet haben. Unter dem früheren Vorsitzendem Patrick Loos, gegen den die Staatsanwalt ermittelt, hatte der VC Franken neben anderen Verfehlungen auch Sozialabgaben nicht korrekt geleistet. Laut Hauke hat der Verein jetzt eine Schonfrist von drei Wochen.

Doch nun droht von der Deutschen Volleyball-Liga Ungemach. Bei einer Ligatagung am kommenden Samstag will der DVL-Vorstand darüber entscheiden, ob er den VC Franken vom Spielbetrieb ausschließt.



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