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Regionalsport

Reicht das Geld für alle Leistungsträger?

30.06.10  Von: Klaus Groh

Basketball-Bundesliga Nach aktuellem Stand werden von den Wunschkandidaten Peja Suput, Casey Jacobsen, Anton Gavel und John Goldsberry nur drei nach Bamberg zurückkehren. Brose-Baskets-Manager Wolfgang Heyder sucht noch Sponsoren, damit alle vier bleiben können.

Setzen Casey Jacobsen (l.) und Anton Gavel auch in der neuen Saison Akzente in Bamberg? Foto: sportpress
Setzen Casey Jacobsen (l.) und Anton Gavel auch in der neuen Saison Akzente in Bamberg? Foto: sportpress

Der Hype um den Double-Gewinner Brose Baskets ebbt langsam ab, jetzt steht Manager Wolfgang Heyder vor der Herausforderung, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass in Bamberg auch in der neuen Saison erfolgreicher Basketball gespielt werden kann. "Diese Aufgabe ist schwer, denn unser Budget ist nicht beliebig erhöhbar", verweist Heyder auf finanzielle Barrieren, die ihm gesetzt sind.

"Wir waren bisher in der Vermarktung schon sehr gut unterwegs, deshalb gibt es wenig Spielraum nach oben. Ich kann nur an unsere Sponsoren appellieren, uns weiter und vielleicht noch ein bisschen intensiver zu unterstützen", sucht der Manager nach Geldgebern, um den Kern der Mannschaft zusammenhalten und das Team vor allem auf den großen Positionen noch verstärken zu können.

Behalten würde Trainer Chris Fleming gerne die Leistungsträger Peja Suput, Casey Jacobsen, John Goldsberry und Anton Gavel, aber auch Mark Worthington. "Ich glaube nicht, dass eine Weiterverpflichtung von Mark aus finanziellen Gründen möglich ist. Und es ist auch noch nicht sicher, ob wir Jacobsen und Suput halten können, das ist schon eher fraglich. Bei Goldsberry und Gavel sieht's besser aus. Denkbar ist aber auch, dass der Trainer auf einen der Kleinen verzichtet und Maurice Stuckey in die Rotation nimmt, um eben oben handlungsfähig zu sein. Momentan ist alles offen. Drei von den Vieren wollen wir auf jeden Fall behalten. Falls es finanziell möglich ist, am besten alle Vier", schildert der Manager die aktuellen Plan-Spiele.

"Klar ist, dass alle bleiben wollen. Wir haben die Spieler gebeten, noch zwei, drei Wochen zu warten, damit wir in dieser Zeit vielleicht unser Budget noch etwas nach vorn bringen können."

Unklar ist die Situation weiter um Tibor Pleiß, nachdem sich der NBA-Klub Oklahoma City bekanntlich in der vergangenen Woche die Rechte an dem 2,15-Meter-Riesen gesichert hat. Ob das 20-jährige deutsche Toptalent aber bereits in der nächsten Saison in der US-Profiliga auf Korbjagd gehen wird oder noch ein Jahr Spielpraxis in Bamberg sammeln darf, ist offen. "Der momentane Stand ist, dass Tibor noch ein Jahr hier spielen und in der Euroleague Erfahrung sammeln möchte. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen", erläutert Heyder.


Heyder bleibt Brose Baskets treu


Klar ist inzwischen, dass Heyder selbst dem Bamberger Basketball vorerst erhalten bleibt, nachdem immer wieder kolportiert wird, dass er Dirk Bauermann zum FC Bayern München folgt."Ich habe zweimal mit Uli Hoeneß über die BBL gesprochen, habe die Bayern auch ein bisschen beraten. Natürlich haben sie mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, in München als Manager zu arbeiten. Ich habe aber definitiv abgelehnt, auch aus der Sicht heraus, dass ich hier dem Hauptsponsor, dem Programm verpflichtet bin und so etwas definitiv nicht kurzfristig entscheide. Klar wäre es für mich beruflich schon eine Option, die äußerst interessant ist, keine Frage. Aber momentan ist das kein Thema", klärt Heyder auf. Abhängig ist sein Verbleib von der Tatsache, dass das Programm in Bamberg stabil bleibt. "Wenn die Sponsoren im Boot bleiben, die Firma Brose sagt, sie sind weiter dabei, dann gibt es keinen Grund hier wegzugehen. Dann ist es ja auch sehr reizvoll die Geschichte hier in Bamberg auf dem Niveau zu halten und zu entwickeln. Wobei die Firma Brose und Michael Stoschek schon signalisiert haben, hier langfristig dabei bleiben zu wollen."


Das Vorbereitungsprogramm


Start Am 20. August bittet Trainer Chris Fleming in Bamberg voraussichtlich zum ersten Training.

Testspiele Die Brose Baskets werden sich im Rahmen der Vorbereitung nicht nur im Raum Bamberg, sondern auch in Oberbayern und in Thüringen präsentieren. Testspiele stehen am 4. September in Ebermannstadt und tags darauf in Weiden sowie am 11. September in Bad Aibling auf dem Programm. Am 12. September treffen die Bamberger in Weilheim auf den ambitionierten Pro-A-Vertreter Bayern München. Alba Berlin oder Lietuvos Rytas Vilnius sind als Gegner beim Auftritt am 17. September in Erfurt im Gespräch. Am 25. September, eine Woche vor dem Saisonstart, findet der Champions-Cup in Bamberg oder in Frankfurt statt.

Domreiter-Cup Höhepunkt der Vorbereitung wird auch in diesem Jahr wieder der Domreiter-Cup am 18./19. September in Bamberg sein. Mit der BG Göttingen steht bereits ein Kontrahent fest.

Saisonstart Los geht's am 3. Oktober in der Bundesliga mit dem Heimspiel gegen Ulm.



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