Proteste an Coburger Hochschule
09.02.10
Demo Maschinenbau-Studenten zogen am Dienstagmorgen vor das Büro des Präsidenten. Sie kritisieren, dass es in ihrer Fakultät zu wenig Professoren und nur ein mangelndes Fächerangebot gibt.

Es sollte ein Routinegespräch werden: Professor Winfried Perseke, Dekan der Fakultät Maschinenbau, wollte am Dienstagmorgen mit dem Präsidenten der Coburger Hochschule, Professor Dr. Michael Pötzl, über verschiedene aktuelle Themen und auch Probleme reden. Doch Perseke bekam unerwartet Unterstützung: Auch rund 40 Maschinenbau-Studenten waren zum Pötzl-Büro gekommen. Denn ihrer Meinung nach gibt es derzeit gleich eine ganze Reihe von Problemen.
Da wäre zunächst einmal die schlechte personelle Ausstattung. 16 Professoren-Stellen gibt es, aber nur 12 sind gegenwärtig besetzt. Und legt man einen üblichen Schlüssel zu Grunde, wonach auf zehn Studienanfänger ein Professor kommen sollte, müssten es im nach wie vor stark nachgefragten Studiengang Maschinenbau an der Hochschule Coburg gar 24 Professoren sein.
Aber warum ist der Studiengang eigentlich so stark nachgefragt? Auch, sagen die Studenten, weil im Internet mit einer großen Fächerauswahl geworben werde. Doch die sei längst nicht mehr gegeben. Im sechsten und siebten Semester zum Beispiel müssten sieben Hauptfächer belegt werden. Zur Auswahl stünden auf den ersten Blick zwar immerhin zwölf. Doch bei einigen handelt es sich um Fortsetzungskurse, durch die bereits die Auswahl im sechsten Semester zu einem Großteil bereist automatisch vorgegeben ist. „Vertragsbruch!“, stand deshalb auch auf einem Plakat, das die Studenten dabei hatten.
Michael Pötzl stellte sich den Studenten und gelobte zum Teil auch Besserung. Allerdings würde nicht alles – gerade im personellen Bereich – in den Verantwortungsbereich der Hochschule fallen. Außerdem könne niemand garantieren, dass die starke Nachfrage im Bereich Maschinenbau auch in zehn Jahren noch vorherrsche.
Die Studenten wiederum machten ihrem Unmut gerade auch mit Blick auf die Studiengebühren Luft. Sie müssten 500 Euro pro Semester bezahlen, würden dafür aber keine optimalen Rahmenbedingungen vorfinden.
Mehr dazu lesen Sie im Coburger Tageblatt
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Ob der Präsident wohl als nächstes fordert, dass die Stadt Coburg die fehlenden Professoren kurzfristig einstellt und bezahlt?
"Außerdem könne niemand garantieren, dass die starke Nachfrage im Bereich Maschinenbau auch in zehn Jahren noch vorherrsche." – Stimmt! Es gibt ja auch kaum Maschinenbauer hierzulande. Nur ein paar kleine Klitschen aus der Weltspitze ihrer jeweiligen Branchen: Kaeser, Kapp, Lasco, Waldrich, Reichenbacher ... – in welchem akademischen Wolkenkuckucksheim lebt denn dieser Mensch?
recht haben sie!
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