Platzt der Traum vom Hochzeitsmuseum?
22.12.09 Von: Alexander Hartmann
Millionenprojekt Ein Hochzeitsmuseum soll den Markt Wirsberg (Landkreis Kulmbach) bundesweit ins Rampenlicht rücken. Doch der Traum vom Museum könnte platzen. CSU und Freie Wähler stehen dem Millionenprojekt nämlich kritisch gegenüber.
Ob das Projekt wie geplant durchgezogen werden kann, scheint fraglich. Nachdem das Hochzeitsmuseum zunächst von allen Fraktionen im Gemeinderat mit getragen worden war, stehen CSU und Freie Wähler der Millioneninvestition nun kritisch gegenüber. Bei einer Sitzung der Freien Wähler war sogar die Einleitung eines Bürgerbegehrens angedacht worden, weil die Bevölkerung, wie Fraktionssprecher Fritz Hereth erklärt hatte, keinesfalls hinter dem Projekt steht.
Bei einer Investitionssumme von rund zwei Millionen Euro käme laut Hereth auf den Markt Wirsberg zudem ein Eigenanteil von rund 200.000 Euro zu, den dieser angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht stemmen könne.
„Wir sehen das Projekt ähnlich kritisch wie die Freien Wähler“, sagte CSU-Fraktionsvorsitzender Roland Burghofer gestern auf infranken.de-Anfrage. Ein Eigenanteil von 200.000 Euro sei „schon eine Menge Holz“.
Die SPD sieht laut Vorsitzendem Gilbert Ringsdorf indes im Museum weiterhin eine Bereicherung für Wirsberg, die dem Fremdenverkehrsort weitere Touristen zuspielen würde. „Das ist ein Projekt, das die Gemeinde voranbringen könnte“ sagte er.
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