Nur sieben Baskets-Punkte im letzten Viertel
08.12.09 Von: Klaus Groh
Basketball Die Brose Baskets verspielen eine 59:48-Führung und kassieren in Nymburk noch eine 66:71-Niederlage. 30 Minuten lang hatten die Bamberger alles im Griff, doch dann lief offensiv nicht mehr viel zusammen.

Die Brose Baskets kassierten im Eurocup ihre erste Niederlage. Beim tschechischen Meister in Nymburk verspielten die Bamberger in den letzten elf Minuten eine Elf-Punkte-Führung und mussten sich am Ende mit 66:71 (41:32) geschlagen geben. Am kommenden Dienstag (20 Uhr) müssen sich die Oberfranken im Rückspiel gegen CEZ vor eigenem Publikum unbedingt revanchieren, um im Kampf um den Einzug in die Runde der besten 16 weiter dabeizubleiben. Nach drei Spieltagen in der Gruppe H haben jetzt Bamberg, Nymburk und Biella jeweils fünf Punkte auf ihrem Konto.
„Die Niederlage ist sehr ärgerlich, denn wir waren nah dran zu gewinnen. Nach einer sehr guten Leistung in der ersten Halbzeit haben wir vor allem im letzten Viertel nichts mehr auf die Reihe gebracht. Ich muss aber auch sagen, dass Peja Suput von den Schiedsrichtern benachteiligt wurde“, zog Manager Wolfgang Heyder Bilanz und bemängelte, dass es nicht gelungen sei, den in der ersten Halbzeit sehr starken Casey Jacobsen am Ende ins Spiel zu bringen.
Die Bamberger erwischten einen blendenden Start und punkteten sowohl am Brett durch Tibor Pleiß als auch aus der Distanz mit Anton Gavel und Karsten Tadda (10:4). Im Anschluss gelang dem tschechischen Meister zwar ein 8:0-Lauf, doch nach einer Auszeit von Trainer Chris Fleming rückten Elton Brown per Drei-Punkte-Spiel und Casey Jacobsen mit einem Dreier die Kräfteverhältnisse wieder zurecht.
Zu Beginn des zweiten Viertels (21:14) glänzte auf Bamberger Seite Beckham Wyrick mit zwei Offensiv-Rebounds und acht Punkten – darunter zwei Dreier – so dass der Vorsprung der Oberfranken erstmals zweistellig ausfiel (26:16). Ladislav Sokolovsky verkürzte zwar per Dreier auf 32:38 für CEZ, doch Tadda zahlte nach effektivem Passspiel gegen die Zonenverteidigung mit gleicher Münze zurück.
Gleich nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren deutlich, dass sie die Partie noch nicht abgeschrieben hatten. Immer wieder versuchten sie, in der Zone zu punkten. Mehrmals kamen sie auf fünf oder sechs Zähler heran, doch Peja Suput und Brian Roberts trafen jeweils aus der Distanz und sorgten wieder für etwas Luft. Mit der 59:48-Führung (29.) hatten die Gäste aber offensichtlich ihr Pulver verschossen. Fast sechs Minuten blieben sie ohne Korberfolg. Der US-Amerikaner Phil Ricci wurde jetzt zum Matchwinner für die Tschechen: Hinten blockte er die Bamberger, und vorne vollstreckte er in Korbnähe.
Die 60:59-Führung von Nymburk konterte Suput zwar noch einmal mit einem Dreier, doch in den verbleibenden fünf Minuten gelangen den Brose Baskets nur noch vier Zähler, so dass die Mannschaft und die 50 mitgereisten Fans mit einer Niederlage die Heimreise antreten mussten.
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