Nicht jeder hat einen guten Internet-Auftritt
08.09.09
Vergleich Die Bewerber für die Bundestagswahl strahlen nicht nur von Wahlplakaten. Die Wahlwerbung im Internet erhält immer mehr Bedeutung. Wir haben die Websites der Kandidaten im Wahlkreis verglichen.
Dabei schneiden sechs der Kandidaten unterschiedlich ab. Der CSU-Kandidat Hans Michelbach beeindruckt mit einer überdurchschnittlichen und aktuellen Homepage. Das bringt ihm die Note 1. Auch Carl-Christian Dressel von der SPD kann mit einem übersichtlichen Web-Layout aufwarten. Weil die Aktualität etwas bescheiden ausfiel, erhielt er die Note 2. Uwe Hiksch von der Linken setzt auf Bürgernähe und ist unter die Internetblogger gegangen. Man erfährt allerdings nicht, wer Uwe Hiksch eigentlich ist. Dafür gibt’s eine 3.
Die Website des FDP-Bewerbers Ulrich Herbert sucht man vergeblich. Geduldige werden mit erstaunlich aktuellen Informationen zur Wahl belohnt. Persönliches verrät der FDP-Mann aber nicht. Das gibt die Note 3-4. Wolfgang Weiß von Bündnis 90/Die Grünen lässt den Wähler tief in sein eigenes Leben eintauchen, verschanzt sich aber hinter die sicheren Seiten des offiziellen Parteiauftritts. Dafür gibt’s ne 4. Mit einer 5 Schlusslicht der sechs Kandidaten ist Tanja Pfisterer von der ödp. Der stichpunktartige Lebenslauf wirkt karg und es gibt nur überregionale Neuigkeiten der Partei in einer Seitenspalte.
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Herzlichen Dank für die Kommentare – und richtig, die Links hätten dabei stehen sollen. Hier zumindest die Adressen:
www. hans-michelbach.de
www.carl-christian-dressel.net
www.gruene-coburg.de
www. fdp-coburg.de
www.oedp.de/die-oedp/vorstellung-partei/mitgliederportraits?id=348
www.linkeblogs.de/hiksch/
Generell kann man stets geteilter Meinung über Vergleiche sein. Fakt ist aber, dass alle Bewerber in den Bundestags und sich öffentlich darstellen wollen. Dann gehört – meiner Ansicht nach übrigens gerade bei einer jungen Bewerberin – das Internet auf jeden Fall dazu. Und um eine Homepage einzurichten, benötigt man heute wohl keine Unsummen.
Die „Bilanz“ der Abgeordneten werden wir uns übrigens noch vornehmen – seien Sie gespannt. Schließlich: inFranken.de ist keine Zeitung.
@ein wähler: Ich denke, dass die Kriterien der Bewertung nachvollziehbar sein müssten. Sollten Sie andere und bessere haben – lassen Sie sie uns wissen.
@Holger Schney: Ein Blog gilt gemeinhin als barrierefreier als eine Homepage, weil es simpler aufgebaut ist. Man kann aber auch anderer Meinung sein.
Alexander Müller im Namen des inFranken-Teams
Nicht jeder kann einen guten Internet-Auftritt erkennen.
Die Kriterien dieser Beurteilung sind wenig transparent und somit ist dieser Artikel nicht ernsthaft zu verstehen.
deshalt: "Der Qualitäts-Journalismus im Internet erhält immer mehr Bedeutung."
Nunja, da Hans Michelbach bei dieser Zeitung die beste Note bekommt hat mich nicht wirklich verwundert.
Schön wäre es gewesen, wenn es Links zu den Homepages gäbe, damit man sich selber einen Überblick verschaffen kann. Vor allem halte ich es für unfair den Webauftritt der 22jährigen Nachwuchspolitikerin Tanja Pfisterer mit den Websites der Berufspolitiker mit entsprechendem finanziellen Hintergrund zu vergleichen.
Darüber hinaus lohnt auch immer ein Blick auf abgeordnetenwatch.de, wo die bisherigen Abgeordneten auf Fragen von Bürgern öffentlich Rede und Antwort stehen (oder auch nicht).
Wer ist denn auf das schmale Brett gekommen, dass ein Internetblog besonders Bürgernah sei?
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