Missbrauch: neue Vorwürfe in Bamberg
10.03.10 Von: Klaus Angerstein
Kirche Das erzbischöfliche Ordinariat bestätigt drei Verdachtsfälle. Die Staatsanwaltschaft soll die Ermittlungen übernehmen.

Im Erzbistum Bamberg werden neue Missbrauchsvorwürfe erhoben. Wie die Sprecherin des Ordinariats, Elke Pilkenroth, gestern gegenüber unserer Zeitung auf Nachfrage bestätigte, liegen den kirchlichen Stellen drei neue Fälle vor, in denen gegenüber Aufsichtspersonen in kirchlichen Internaten der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben wird.
Nachdem bereits vor längerem Missbrauchsvorwürfe im Bamberger Internat Ottonianum bekannt geworden waren – sie führten zum Rücktritt eines Domkapitulars – sollen sich die jetzt bekannt gewordenen Fälle in den 60er und 70er Jahren im Aufseesianum zugetragen haben. Die mutmaßlichen Opfer hätten sich in einem Fall anonym, in den weiteren Fällen namentlich an das Ordinariat gewandt, so Pilkenroth. Bambergs Generalvikar Georg Kestel sei beauftragt worden sich mit der Staatsanwaltschaft in Bamberg in Verbindung zu setzen, damit diese die Ermittlungen aufnehmen könne. Gleichzeitig wurde der Beauftragte für Missbrauchsfälle im Erzbistum Bamberg, Georg Beirer, über die neuen Fälle informiert. Wie gestern verlautete, sollen auch in einem Internat des Bistums Mainz im hessischen Bensheim in den 60er und 70er Jahren Schüler sexuell missbraucht worden sein.
Im Bundesjustizministerium hält man an einem Runden Tisch zur strafrechtlichen Aufarbeitung der Missbrauchsfälle an Einrichtungen der katholischen Kirche fest. Geklärt werden müsse auch, inwieweit staatliche Behörden von der Kirche bei Verdachtsfällen eingeschaltet würden, erklärte Staatssekretär Max Stadler (FDP)
Unterdessen hat sich der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann gegen direkte Entschädigungszahlungen der katholischen Kirche an Missbrauchsopfer ausgesprochen. Nach bisherigen Erfahrungen würde das oft als "Schweigegeld" gedeutet.
Weitere Artikel zum Thema suchen
Seite 1 von 1 1
Ich war einige Jahre bei 'Regina Mundi' im Aufseesianum und habe einen Annäherungsversuch eines Paters durch Oberschenkelstreichen erlebt. Na und? Bin aufgestanden und habe diesen Geistlichen in Zukunft gemieden.
Bin erstaunt, dass sich noch nicht (endlich) mal ein (ehemaliger) Schüler aus ner "normalen" staatlichen Schule gemeldet hat, dass er von Lehrern geschlagen ("komm doch mal bitte mit vor die Tür...").und gezöbelt oder mit Kreide an den Kopf geworfen worden ist...
@#4 Auslauf: „Bin erstaunt, …“
Was für eine erstaunliche Naivität: Pfaffen, Religionslehrer, Geistliche usw. predigen doch seit jeher eine „frömmliche“ Moral: Glaube, Gottgefälligkeit, Keuschheit, Nächstenliebe etc.
Lehrer „aus ner "normalen" staatlichen Schule“ propagieren wohl eher profane Werte: Mein Haus, mein Auto, mein Boot, meine Frau, meine Geliebte, mein Konto, meine Karriere …
P.S.: In der Marianischen Congregation „Regina Mundi“ (Aufseesianum) wurde nach dem Sport immer ausgiebig geduscht, „bis es richtig schäumt“.
„Wunder gibt es immer wieder …“
Das „Wunder“ besteht darin, dass jetzt offenbar auch die Wahrheit über Missbrauchsvorwürfe im Aufseesianum ans Licht kommen. Dessen in den 60er und 70er Jahren, am 14. März 1998 verstorbener Direktor war damals auch Religionslehrer am „Alten Gymnasium“, wo er für sein strafweises „Zöbeln“ an den Wangen-Haaren bekannt, berüchtigt und gefürchtet war. Schon damals ging unter uns Schülern das Gerücht, dass Hans W. in seiner Jugend aktiver Boxer gewesen soll.
Dennoch: „De mortuis nil – nisi bene!“ (Solon: „Τὸν τεθνηκότα μὴ κακολογεῖν, γῆρας τιμᾶν“)
Es mag merkwürdig klingen was ich schreibe, aber vielleicht ist ja EIN Leser darunter der versteht was ich meine.
Denkt über euren Horizont und versteht die Zeichen der Zeit, doch verwechselt nicht das anscheinend gute mit dem äußerst listigen bösen.
Bin gespannt welche Sau als nächstes durchs Dorf getrieben wird um von etwas abzulenken...
By the way...Markus du solltest dich einmal bei mir melden...
Dass „uneinsichtige“ Internatsschüler des Canisiusheims in den 60er Jahren (Ära P.Hagemeyer / P.Arend ) bei Verstößen gegen die Heimordnung etc. von Patres und. anderen schlaglustigen „Aufsichtspersonen“ oftmals gnadenlos verdroschen wurden, war gängige Praxis. Darüber regten sich die wenigsten auf. Andererseits wurden „A…kriecher“ und „Radfahrer“ privilegiert behandelt. Für mich bedeutete ein provozierter Rauswurf aus diesem „ehrenwerten Haus“ noch vor dem Abi in vielerlei Hinsicht eine Befreiung. Ob es damals im „Nickl“ neben Züchtigungen zu sexuellen.Übergriffen kam , entzieht sich meiner Kenntnis.
Seite 1 von 1 1
Registrierte Nutzer können zu diesem Artikel Kommentare verfassen. Hier können Sie sich einfach registrieren!







close



















