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"Meiner Stadt mit Leib und Seele gedient"

22.12.09  

Verabschiedung Der bekannte Stadtrat der Bamberger CSU, Franz-Wilhelm Heller, wurde im Rokokosaal des Alten Rathauses verabschiedet. Der 65-jährige wurde mit Dank und Anerkennung für seine Arbeit förmlich überhäuft, die er als Stadtrat seit 1996 geleistet hat.

Die Fliege ist sein Markenzeichen: "Propeller-Heller" wurde im Rokokosaal des Alten Rathauses von Spitzenvertretern der Stadt verabschiedet. Im Bild: Heller mit OB Starke.  Foto:  Ronald Rinklef
Die Fliege ist sein Markenzeichen: "Propeller-Heller" wurde im Rokokosaal des Alten Rathauses von Spitzenvertretern der Stadt verabschiedet. Im Bild: Heller mit OB Starke. Foto: Ronald Rinklef

Einen Monat nach seinem im politischen Streit erfolgten Rücktritt wurde der bekannte CSU-Stadtrats Franz-Wilhelm Heller gestern im Rokokosaal des Alten Rathauses von Führungskräften der Stadt und Fraktionschefs offiziell verabschiedet. Zwei Tage nach seinem 65. Geburtstag würdigte Oberbürgermeister Andreas Starke den „nach dem Gabelmann zweit bekanntesten Bamberger“ in einer sehr persönlichen Rede als schillernde Persönlichkeit, der mit seiner Eloquenz, seiner stilvollen Erscheinung und seinen profunden Bamberg-Kenntnissen den Stadtrat bereichert habe.
Insbesondere als Redner habe Heller die Stadt bei vielen offiziellen Veranstaltungen mit beeindruckender Beredsamkeit vertreten. Heller werde eine große Lücke hinterlassen.

Umso bedauerlicher fand es Starke, dass die Stadt das ehrenhafte Angebot eines Mannes, auch in Zukunft für seine Heimatstadt zu arbeiten, nicht angenommen habe. Wie berichtet, hatte sich Heller um das ausgeschriebene Amt des Wirtschaftsreferenten beworben. Weil er sich dem politischen Kräftemessen nicht aussetzen wollte, das sich um die Besetzung der Position anbahnte und um Verletzungen zu vermeiden, trat er völlig überraschend von allen seinen Ämtern zurück.

Starke korrigierte das Missverständnis, das bei vielen daraus entstanden sei, dass Heller als Grund für seinen Rücktrittsantrag an den Stadtrat „gesundheitliche Motive“ angegeben habe. „Er wollte sich seine Gesundheit einfach erhalten. Und das wäre unmöglich gewesen, wenn er diesen Mehr-Fronten-Krieg weiter geführt hätte. Deshalb musste der Stadtrat das Ausscheiden akzeptieren“, sagte Starke.

Heller gehörte dem Stadtrat seit Mai 1996 an. Er war Sprecher der CSU-Fraktion im Grundsatzsenat, Finanzsenat und Stadtentwicklungssenat und Mitglied im Stiftungsrat der Sozialstiftung Bamberg. 2006 war er kurze Zeit Vorsitzender der CSU-Fraktion, eine Position, von der er nach internen Querelen zurücktrat. 2008 wurde er zum zweiten Mal zum stellvertretenden Fraktionschef gewählt.

Den Dank und die Anerkennung, die er erhalten hatte, gab Franz-Wilhelm Heller postwendend an Gäste der Feier zurück. „Ich habe dreizehneinhalb Jahre meiner Stadt mit Leib und Seele gedient und werde meine Stadt weiter lieben“, versprach der 65-jährige, der sich künftig nur noch seiner Kanzlei widmen will. Er dankte der Stadtverwaltung mit dem Oberbürgermeister an der Spitze, mit dem er gerne zusammengearbeitet habe. „Ich danke allen Stadträten, insbesondere „auch denen, die gegen mich agiert haben. Sie haben mir die Augen geöffnet dafür, dass persönliches Können in der Politik nicht zwingend Erfolg bringt.“

Heller äußerte sich auch zu den politischen Vorwürfen der jüngsten Zeit und nahm den Stadtrat ausdrücklich für umstrittene Entscheidungen in Schutz: Der Stadtrat leiste für diese Stadt Hervorragendes. Durch seine Arbeit werde Bamberg in diesen Zeiten in seiner Großartigkeit bewahrt. Heller: „Ich würde mich freuen, wenn der Stadt gelegentlich das Lob zuteil würde, das sie verdient hat.“

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#6 Wissender schrieb am 24.12.09 15:50   homepage

Franz-Willhelm, bei allem Respeskt, wenn Du ehrlich bist dann gib mal an wie VIELE Millionen Du der Stadt Bamberg "abgenommen" hast.

Und Andi, wenn Bamberg "keinen Heller wert ist", was hält Dich auf Deinem Posten?

Dann ist es (Bamberg) nämlich eines Starke nicht würdig. Also konsequent sein.

#5 Wolfgang schrieb am 23.12.09 09:51   homepage

Ich sag mal so: Heller wusste in jeder Position zu profitieren. Ein Verlust für die Stadt ist er wahrlich nicht.

#4 antistarke schrieb am 23.12.09 08:52   homepage

endlich ist er weg, können nur hoffen dass der starke ihm es gleich tut und sich auch vom acker macht

#3 Nürnberg schrieb am 23.12.09 07:16   homepage

Herr Heller ist ein "alter" - verblendeter oder raffinierter??? - Mann. Kurz vor Vollendung des 65. Lebensjahres noch für das Amt eines berufsmäßigen Stadtrates - des Wirtschaftsreferenten - als Beamter auf Zeit auf die Dauer von 6 Jahren zu kandidieren ist völlige Selbstüberschätzung. Aber schön wäre es schon gewesen, wenn man die Kanzlei mit Mandantenstamm auf Rentenbasis "verkauft" und noch 6 Jahre lang gut verdient um danach nachversichert zu werden und eine Rente ab 71 zu erhalten.

#2 rom schrieb am 22.12.09 21:49   

Die Lachnummer des Jahres 2009 -

hat doch gut als Rechtsberater der Stadt verdient, sogar bei Fehlberatungen -Warmut!!

Verstehe ich nicht, bei jeder Firma wäre das ganz anders ausgegangen

#1 KlaRa schrieb am 22.12.09 17:56   homepage

"Der Stadtrat leiste für diese Stadt Hervorragendes" und die Erde ist eine Scheibe...

Franz-Wilhelm mir graut vor Dir!


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