Kulturpreis belohnt den Schauhaufen
08.02.10
Ehrung Die Kulmbacher Serviceclubs zeichneten im Rahmen ihrer Ballnacht die kreative Schauspieltruppe um Rüdiger Baumann aus. Die Organisatoren unter der Federführung der Rotarier bescherten den Gästen einen perfekten Abend.

Der "Schauhaufen" wurde bei der Ballnacht mit dem Kulturpreis der Kulmbacher Serviceclubs ausgezeichnet. Rüdiger Baumann (links) und seine Frau Birgit nahmen den Scheck über 3000 Euro und die Urkunde aus den Händen von Andreas Kunz in Empfang. Fotos: Horst Wunner
Der Schauhaufen in seinem Element: Die Schauspieler gaben bei der Ballnacht Kostproben ihres Könnens.
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Ein gelungenes gesellschaftliches Ereignis war die Kulmbacher Ballnacht, zu der die Service-Clubs am Samstag in die festlich geschmückte Dr.-Stammberger-Halle eingeladen hatten und die sich als reizvolles Kaleidoskop von Mode, Kunst, Kultur und Tanz präsentierte.
Der Abend stand unter dem Motto „Let’s dance“ und die Musik bot für jeden Geschmack etwas – von Walzer bis Tango, dazwischen Rumba, Samba Pop und Rock zu den Klängen der Band Harlekin. Im Foyer gab es Barmusik von „Big Time, heart and soul“.
Unter der Federführung der Rotarier bescherten die Serviceclubs Kiwanis, Round Table, Ladies Circle und die Lions-Clubs Kulmbach-Plassenburg und Bayreuth-Kulmbach den Gästen einen schillernden und perfekt organisierten Abend.
Höhepunkt des Festes war die Verleihung des Kulturpreises der Service-Clubs. Den Scheck über 3000 Euro durfte diesmal der „Schauhaufen“ mit seinem „Spiritus Rector“ Rüdiger Baumann an der Spitze entgegen nehmen.
Die Laudatio hielt Schauspieler-Kollege Johannes Asen. Er beleuchtete treffend die Preiswürdigkeit der kleinen, aber famosen Schauspieltruppe, „die fröhlich und nachdenklich stimmt, Nestroy und Molière im Repertoire hat, Impro-Theater, Sketche und Kinderstücke gleichermaßen beherrscht“. Fränkisches mit Selbstironie, Hinterfragung lokaler Politik und mehr als biedere Ernsthaftigkeit machten den „Schauhaufen“ liebenswert, so Asen. Man umschiffe auch elegant Klippen, lege Finger in Wunden, Hauskomponist Thomas Schimmel und Hausautor Baumann könnten musikalische und sprachliche Vielfalt verbreiten
Kostprobe gefällig? Die gab es bei der Ballnacht in echtem Lokalkolorit. Hier wurde das Wissen über das „Laabla“ ganz breit und hinterhältig ausgelotet und auch die Kunst im allgemeinen zur Debatte gestellt. Freudig stimmte das Publikum in das „Dreimal Hoch“ des Laudators auf den Schauhaufen ein.
Rüdiger Baumann bedankte sich herzlich für die Auszeichnung. Das Preisgeld kann die muntere Truppe gut gebrauchen – für einen neuen Vorhang und eine bessere Beleuchtung.
Kulmbach hatte sich schick gemacht für die von Rainer Ludwig elegant moderierte und von Andreas Kunz inszenierte Ballnacht. Zwischen den eleganten Kleidern und Anzügen gab es auch manch kurioses Gewand zu bestaunen. So hatte sich ein Mann im Stil der zwanziger Jahre mit Netzstrümpfen und Bubikopf kostümiert.
Der Prominenz mit OB Henry Schramm und MdL Gudrun Brendel-Fischer an der Spitze hat es ebenfalls gefallen. FDP-Landtagsfraktionschef Thomas Hacker verzichtete sogar auf den gleichzeitigen Staatsempfang in der Münchner Residenz anlässlich der Sicherheitskonferenz, um in Kulmbach mitzufeiern.
Zur guten Laune trug das Küchenteam der Feuerwache bei, das ausgesuchte Leckereien servierte. Grund zum Strahlen hatte vor allem Doris Wolf aus Kirchleus, die den Hauptpreis der Tombola gewann, ein Collier mit Tahitiperle im Wert von 1500 Euro, zur Verfügung gestellt vom Juwelier Kolanus.
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