"KT hat das Zeug zum Kanzler"
30.07.10
Buchvorstellung Ja, er habe das Zeug zum Bundeskanzler. Er könnte aber auch Karriere außerhalb der Politik machen. Das sagte Anna von Bayern, die in Kulmbach das Buch "Karl-Theodor zu Guttenberg - Aristokrat, Politstar, Minister" vorstellte.

Kulmbach. Fotoapparate klickten, eine Fernsehkamera surrte, Autogrammwünsche am laufenden Band - es war ein klein bisschen so, als wäre der Politstar höchstpersönlich anwesend. Zugegen war aber nur die Journalistin Anna von Bayern, die ein Buch geschrieben hat über den - neben Thomas Gottschalk - derzeit wohl bekanntesten Promi aus Kulmbacher Landen: Karl-Theodor zu Guttenberg. Sie gewährte einen Einblick in das Leben des "Aristokraten, Politstars und Ministers", wie sie ihr Buch überschrieben hat. Für die Autorin aus adeligem Hause, die mit der Ehefrau des Bundesverteidigungsministers, Stephanie, eine Sandkastenfreundschaft verbindet, war es eine Selbstverständlichkeit ihre erste Lesung in der Heimat Guttenbergs abzuhalten, einer Region, die sie sehr schätze. Christine Friedlein, Inhaberin der Buchhandlung Friedrich, hatte von Bayern nach Kulmbach in das Bayerische Brauereimuseum geholt, wo rund 100 Besucher ihrem Vortrag lauschten.
Welche persönliche Beziehung verbindet von Bayern mit der Bierstadt? "Auf dem Weg von München nach Berlin mache ich oft Halt in Kulmbach: Ich genieße das Eis im San Remo oder kaufe mir leckere Bratwürste in der Metzgerei Lauterbach", verriet die Politikredakteurin, die für "Bild am Sonntag" schreibt, im Gespräch mit Friedlein. Gegenüber der BR lobte sie die Kulmbacher als freundlichen, humorvollen Menschenschlag.
Die Besucher löcherten die Journalistin mit Fragen über den Minister. Eine, die vielen auf den Lippen brannte, sprach Dritter Bürgermeister Frank Wilzok an. Er wollte wissen, ob sie auch ein Buch mit dem Titel "KT unser Bundeskanzler" schreiben werde. "Ich würde mich für Kulmbach freuen, wenn er es würde. Er ist allerdings noch jung. Ich kann ihn mir auf vielen beruflichen Feldern vorstellen, auch außerhalb der Politik", äußerte sich von Bayern zu dieser Frage.
Guttenberg sei von ihrer Idee, ein Buch über ihn zu schreiben, nicht gerade begeistert gewesen. Er habe den Zeitpunkt für zu früh gehalten. Andererseits, verriet die Rednerin, habe sie ihn auch nicht um Erlaubnis fragen müssen, da es sich um keine autorisierte Biographie handele. Zugleich räumte die Autorin ein, dass sie sie sich mit dem Begriff der Biografie überhaupt nicht schmücken möchte. Sie sieht ihr Buch vielmehr als Annäherungsversuch an die Person Karl-Theodor zu Guttenberg.
Beruhend auf einer Vielzahl von journalistischen Quellen hat sie Schlüsselszenen aus den vergangenen Jahren zusammengetragen, die die steile Karriere des jungen Politikers dokumentieren - von seinen ersten politischen Gehversuchen und seiner überraschenden Wahl zum Wirtschaftsminister über die Opel-Krise bis hin zur Bundestagswahl im vergangenen Jahr, wo er mit 68,1 Prozent das beste Ergebnis aller Direktkandidaten erzielte. Abgerundet wird ihr Buch mit einem Einblick in die Familienverhältnisse der Guttenbergs.
Von Bayern ließ die Zuhörer im Rahmen ihrer Lesung teilhaben an jenen Wahlsonntag im September. Die Emotionen aller Beteiligten, vor allem die unbändige Freude über den grandiosen Wahlsieg, wurden regelrecht lebendig. Die Autorin zeichnet in ihrem Buch das Bild eines starken Guttenberg, der sich vor heimischer Kulisse als starke Persönlichkeit präsentiert: "Stolz sind die Kulmbacher, 'ihren KT' hier zu haben, und sie lassen es ihn spüren. Und Guttenberg tut, was er immer tut und wofür ihn die Menschen lieben: Er gibt die Energie mit vollen Händen zurück." Der kurzweilige, unterhaltsame Ton des Buches, der zwischen journalistischer Distanz und freundschaftlicher Verbundenheit zum Hause Guttenberg, schwankt, zog die Zuhörer an diesem Abend in den Bann.
Der Nachname der Autorin zog aber auch eingefleischte Franken an. Einer von ihnen Dieter Ludwig aus Wirsberg überreichte von Bayern sein Buch "Die Fränkische Freiheit", ein anderer erhoffte sich von ihr, Unterstützung bei der Rückführung historischer Kulturgüter in das Frankenland. Die Adelige brachte Verständnis für das Anliegen auf ("Es ist immer tragisch, wenn solch wertvolle Dinge aus dem Zusammenhang gerissen werden."), betonte zugleich aber auch, dass sie in dieser Angelegenheit nicht weiter helfen könne. "Bitte wenden Sie sich an die bayerische Schlösser- und Seenverwaltung", riet sie ihm. Angesprochen auf ihre Stellung im Hause Wittelsbach, sagte von Bayern mit einem Augenzwinkern: "Ich bin nur angeheiratet. Auf mich hört keiner."
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"KT hat das Zeug zum Kanzler" ... - ...klar :
... und MIXA hat das Zeug zum Papat.
Wahrer Adel erweist sich durch Taten, nicht durch Geburt (Robin Hood in "Robin Hood, der König der Tiebe")
Wo wäre zu Guttenberg bitteschön ein Kanzler? Nur weil er aus der Region stammt? Er sollte erst mal in seiner Bundeswehr für Ordnung sorgen, bevor er auf das Volk zugelassen wird.
Hier geben sich wieder die Berufslästerer ein Stelldichein, die selbst nichts auf die Beine gebracht haben und deshalb darauf angewiesen sind Andere herunter zu machen.
Ärgerlich ist nicht der Artikel „Buchvorstellung“ als solcher, sondern, dass der FT diesen Quatsch abschreibt bzw. veröffentlicht und ich dafür Zeitungsgebühren zahlen muss.
Natürlich hat KT das Zeug zum Kanzler. Genauso wie Merkel.
Muss weg, mein Darm drückt...
Welches "Zeug" hat er den tatsächlich? Und welche greifbaren Leistungen kann er vorweisen?
Außer Dampfplauderei und also viel heißer Luft ist nichts festzustellen. Wenn diese glattgeleckte Selbstdarstellung die Zukunft Deutschlands verkörpern sollte, dan GUTE NACHT, DEUTSCHLAND!
Wüsste derzeit niemand Besseren/Bessere für dieses Amt.
Übrigens ... nur subjektives Meckern in den Kommentaren bringt überhaupt nichts, wenn dann zum Gemeckere auch Alternativen!
Leute, regt euch doch nicht auf. Das ist doch eine Satire! So etwas macht doch keiner, und ganz sicher schreibt auch keine ernst zu nehmende Zeitung darüber. Ist irre lustig und fast auf dem Niveau von TITANIC oder MAD.
Das ist doch eine Satire, oder? Oder?
Die Selbstbeweihräucherung des Adels erbärmlich!
Ab in den Kundus und die Soldaten zurück!
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