Klage gegen Bachelor- & Masterstudiengänge
08.12.09
Hochschulen Ein Privatdozent der Universität Würzburg hat Klage gegen die Bachelor- und Masterstudiengänge an Bayerns Hochschulen eingereicht.

„Ich bin der Meinung, dass man überprüfen muss, ob das mit dem bayerischen Hochschulgesetz vereinbar ist“, sagte Prof. Johann-Heinrich Königshausen der Deutschen Presse- Agentur dpa am Dienstag und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Bachelor und Master verstießen seiner Meinung nach gegen das Gesetz, weil den Studenten keine Wahlfreiheit bei den Lehrveranstaltungen gelassen werde.
In seinen am Montag bei den Verwaltungsgerichten in München und Würzburg eingereichten Klagen fordert der 58-jährige Philosophieprofessor die zusätzliche Wiedereinführung des Magisterstudiums. „Früher konnte man im Magisterstudium einen Schwerpunkt setzen. Heute kommen die Studenten aber viel zu spät mit der Wissenschaft in Kontakt.“ Besonders in den geisteswissenschaftlichen Fächern müssten die Studierenden ihre spezifischen Begabungen entfalten können, betonte der 58-Jährige. Bachelor- und Masterstudiengänge seien seiner Ansicht nach nur für wirtschaftswissenschaftliche Fächer geeignet. dpa
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Ja #4, da fehlt es offensichtlich an geistiger Kombinations- und Vernetzungsfähigkeit um Informationen des Artikels in anderem Kontext aufzuarbeiten als nur den, den man 1:1 abliest. Wenn man die Brücke zwischen den aktuellen Studienanforderungen an Geisteswissenschaftler und deren Beschwerden darüber analysiert, kommt man zwangsweise zur Gegenüberstellung des zu leistenden Studienaufwands und der Verifizierung der Lernfortschritte für beide Wissenschaftskomplexe. Spezifische Begabungen gibt es keineswegs nur bei Geisteswissenschaften. Eher umgekehrt. Grabenkämpfe gibt es nicht und sie würden auch niemandem helfen. Lediglich das Bestreben, alle Studiengänge einigermaßen gleich zu behandeln was die Anforderungen an die Studierenden anbelangt. Das ist alles. Allerdings hat die jetzt international aufgestellte globale Wissensgesellschaft an die Studierenden neue Herausforderungen geschaffen. U.a. Geschwindigkeit, Zielsicherheit und Treffsicherheit bezüglich des angepeilten Studienzieles. Hier können wir uns keine Träumereien mehr erlauben, oder wir fallen im internationalen Wettrennen zurück.
Wirklicher Akademiker? Schwer zu glauben, denn wie kann man einen einzigen Satz so gründlich misinterpretieren! Nicht was der der verehrte Geisteswissenschaft-Kollege vorschlägt oder will ist Gelaber, sondern viele der ( geisteswissenschaftlichen ) Disziplinen werden von Naturwissenschaftlern als 'Laberwissenschaften' bezeichnet. So und nicht anders steht es in #1. Das rührt daher, daß geisteswissenschaftliche Erkenntnisse nicht verifiziert werden können, ganz im Unterschied zu den Naturwissenschaften. Was eine viel restriktiveres und ergebnisorientierteres Studium bedeutet. Wer beide Studiengänge einmal für einige Zeit durchlebt hat, kennt die Unterschiede sehr gut. Soll beileibe nicht heißen, daß die Geisteswissenschaften als 'Kulturwissenschaften' minderwertiger seien, eher im Gegenteil. Nur das Studium bis zum akademischen Grad ist definitiv leichter.
Aha - na dann Glückwunsch zu einem völlig am Thema des obigen Artikels vorbei gehenden Kommentars!
Geisteswissenschaftlich ausgedrückt würde ich sagen: Glatte Themaverfehlung
Oder wohl wollen Sie jetzt stereotypische Grundsatzdiskussionen führen?? Meiner Meinung gibt in der aktuellen Hochschulsituation gibt es weit wichtigere Themen als Ihre hier vorgeschlagenen Grabenkämpfe... Diese sind nämlich keinesfalls "ergebnisorientiert"... ;-)
Da hat der Kollege einen Punkt. Deswegen bezeichnen wir Naturwissenschaftler einen Großteil seiner Disziplinen auch als Laberwissenschaften.
>Prof
Dieses Kommentar zeigt mal wieder, wie begrenzt der Horizont in manchen Studiengängen zu bleiben scheint... Es bleibt zu hoffen, dass das nicht auf andere Studiengänge übergreift...
Ein "Studium generale" wie es der klagende Professor verlangt, wird übrigens durch die stupiden Regelungen der Universitäten verhindert (z.B. Vorschriften bzgl. der zu belegenden Lehrveranstaltungen, Anwesenheitspflicht, Prüferitis etc.).. Hier wäre anzusetzen und nicht grundsätzlich Kritik als "Gelaber" abzutun..
In diesem Sinne ist Ihre Herangehensweise keinesfalls naturwissenschaftlich, sondern vielmehr unwissenschaftlich!!
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