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Keine Lösung im Infineon-Machtkampf

08.02.10  

Aufsichtsrat Wenige Tage vor der Hauptversammlung des Chipherstellers Infineon an diesem Donnerstag zeichnet sich keine Lösung für den Machtkampf um den Vorsitz im Aufsichtsrat ab.

Beim Halbleiterhersteller Infineon Technologies tobt ein Machtkampf um den Chefposten im Aufsichtsrat. Archivfoto: Matthias Hiekel/dpa
Beim Halbleiterhersteller Infineon Technologies tobt ein Machtkampf um den Chefposten im Aufsichtsrat. Archivfoto: Matthias Hiekel/dpa

Beim Halbleiterhersteller Infineon Technologies tobt ein Machtkampf um den Chefposten im Aufsichtsrat. Archivfoto: Matthias Hiekel/dpa

Klaus Wucherer

Willi Berchtold

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Der ehemalige Siemensvorstand Klaus Wucherer und der Finanzvorstand des Autozulieferers ZF Friedrichshafen, Willi Berchtold, bekräftigten beide ihren Willen, künftig das Aufsichtsgremium zu leiten. Die Entscheidung des seit Wochen tobenden Streits wird damit wohl erst auf der Hauptversammlung (11. Februar) fallen.

„Nicht nur ich bin zuversichtlich, dass eine Mehrheit für unseren Antrag am 11. Februar zustande kommt“, sagte Berchtold der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ/Montag). Seine Kandidatur drücke „den intensiven Wunsch nach einem überzeugenden Neuanfang auch an der Spitze des Aufsichtsrates aus.“ Ein Sprecher Wucherers betonte dessen Entschlossenheit: „Daran hat sich nichts geändert.“

Gremium wird verkleinert

Seit Wochen gibt es um die Nachfolge des scheidenden Chefaufsehers Max Dietrich Kley heftigen Streit. Während der Infineon- Nominierungsausschuss Wucherer als Kandidaten vorgeschlagen hatte, schickte eine oppositionelle Gruppe um den britischen Finanzinvestor Hermes Berchtold ins Rennen. Mit den Wahlen zum Aufsichtsrat wird das Gremium um vier auf zwölf Sitze verkleinert. Mit Berchtold treten nun sieben Kandidaten für die sechs Plätze der Anteilseigener an. Der neu gewählte Aufsichtsrat soll sich nach der Versammlung konstituieren und aus seiner Mitte den neuen Vorsitzenden wählen. Dem Vernehmen nach rechnen die Beteiligten damit, dass nur einer der beiden Kontrahenten in das Gremium gewählt werden wird.

Wucherer will Chefposten nur für ein Jahr

„Ein Konsens vor der Hauptversammlung wäre für das Unternehmen und für alle Beteiligten sicher das Beste“, sagte Berchtold der „FAZ“. Es sei bemerkenswert, mit welcher Energie in den vergangenen drei Wochen gegen die Anträge großer Langfristaktionäre gearbeitet worden sei. „Es sind langfristig orientierte Aktionäre, die einen sichtbaren Neuanfang an der Spitze des Aufsichtsrates möchten, da Infineon mehr kann.“ Wucherer hatte angekündigt, den Chefposten im Aufsichtsrat im Falle seiner Wahl nur ein Jahr lang für sich zu beanspruchen und seinen Platz danach für einen „profilierten Nachfolger“ freizumachen. dpa


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Stichworte zum Thema Infineon | Machtkampf | Aufsichtsrat | Chefposten |
 

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