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Bayern

Keine Entscheidung zu Regensburger Brücke

30.07.10  

Unesco - Das Welterbekomitee der Unesco wird vorläufig nicht über die in Regensburg geplante Donaubrücke entscheiden. Das teilte die Stadt Regensburg am Freitag mit Verweis auf die deutsche Welterbe-Beauftragte Birgitta Ringbeck mit.

Die Steinerne Brücke, das neben dem gotischen Dom herausragende Denkmal der Weltkulturerbestadt, ist seit einigen Wochen teilweise eingerüstet. Die Stadt würde für die Nahverkehrsbusse gerne eine Ersatzbrücke über die Donau bauen. Foto: dpa
Die Steinerne Brücke, das neben dem gotischen Dom herausragende Denkmal der Weltkulturerbestadt, ist seit einigen Wochen teilweise eingerüstet. Die Stadt würde für die Nahverkehrsbusse gerne eine Ersatzbrücke über die Donau bauen. Foto: dpa

Die Stadt hatte für die bis 3. August in Brasilia laufende diesjährige Sitzung der Unesco-Experten eine Studie zum Bau einer Bustrasse als Ersatz für die gesperrte Steinerne Brücke eingereicht. Möglicherweise müssen die Planungen nun für ein Jahr bis zur nächsten Sitzung des Komitees auf Eis gelegt werden. Derzeit wird die "Steinerne" für 20 Millionen Euro von Grund auf saniert.

Nach Angaben der "Mittelbayerischen Zeitung" (Freitag) hatte sich das Komitee aus Termingründen entschieden, nur die Anträge zu behandeln, die vor dem 1. Februar am Unesco-Sitz in Paris eingegangen waren. Laut der Regensburger Stadtverwaltung konnten auch zahlreiche Anfragen anderer Welterbestätten aufgrund der Fülle von Tagesordnungspunkten bei der am 25. Juli begonnenen Sitzung in Brasilien nicht behandelt werden.

Regensburgs Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU) kündigte an, dass er nun mit dem Pariser Welterbezentrum Kontakt aufnehmen werde. Die Stadt hofft auf baldige Informationen, wie die Planungen zum Brückenneubau welterbe-verträglich weitergeführt werden können. Die Stadt hat stets betont, dass in Regensburg im Unterschied zur umstrittenen Dresdner Waldschlösschenbrücke nicht gebaut wird, wenn die Unesco kein grünes Licht dafür gibt.

Die Steinerne Brücke war vor zwei Jahren wegen gravierender Baumängel auch für den Bus- und Taxiverkehr gesperrt worden, nachdem der sonstige Autoverkehr schon lange von dem fast 900 Jahre alten Denkmal verbannt war. Daher müssen die Busse jetzt in die nördlichen Stadtteile große Umwege fahren. Die geplante Ersatzbrücke soll für schnellere Busverbindungen sorgen.

Die Stadt hat deswegen ein Gutachten für zwei denkbare Trassen erstellen lassen. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege lehnt allerdings die eine mögliche Brücke im Westen der Altstadt vehement ab. Diese Brücke würde nach Ansicht der Denkmalschützer das historische Stadtbild verschandeln. dpa



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