Höllein ist Kreisvorsitzender
26.11.09
SPD Auf der Kreiskonferenz in Meeder erhielt der 35-jährige Kreisrat die Mehrheit. Er will in seiner Arbeit künftig auf mehr Kommunikation setzen. 48 von 50 Stimmberechtigten stimmten für den 35-jährigen Gemündaer.

Nach gut eineinhalbjähriger kommissarischer Leitung durch Thomas Lesch ist Höllein offizieller Nachfolger von Michael Busch, der nach der Wahl zum Landrat den Vorsitz abgegeben hatte. Als Stellvertreter wurden gewählt: Thomas Lesch (Rödental), Juso-Vorsitzender Sebastian Geiger (Sonnefeld) und Herbert Müller (Bad Rodach).
Die Kommunikation mit allen Genossen solle in seiner Amtszeit das wichtigste Instrument sein, versprach der neue SPD-Kreisvorsitzende. Dazu gehörten Gespräche mit Arbeitgebern ebenso wie mit Gewerkschaften und Sozialverbänden. Er sei ein Teamplayer, erklärte Höllein, wenn er auch in Seßlach „den Einzelkämpfer geben“ müsse.
Weitere Wahlergebnisse
Kassiererin Heidi Schunk (Weitramsdorf), Stellvertreter Tobias Ehrlicher (Bad Rodach), Schriftführer Andreas Wenning (Ebersdorf) und Roswitha Beierweck (Bad Rodach). Revisoren sind Hannelore Plentz (Großheirath) und Walter Esch (Niederfüllbach).
Die Beisitzer sind: Brigitte Mönch, Sabine Marr, Sandra Dehler, Ulrike Gunsenheimer, Holger Grundmann, Werner Thomas, Jochen Schultheiß, Martin Rebhan, Carlo Stauch und Karl Zeitler. Vertreter der Arbeitsgemeinschaften: Doris Knauer (ASF), Felix Rauh (JUSO), Klaus Klein (AG 60 plus), Achim Fischer (AGS) und Matthias Knauer (AfA).
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Nachdem Höllein in seiner Heimatstadt Seßlach im Jahr 2008 mit seiner Kandidatur zum Stadtrat das letzte verbliebene SPD-Mandat verloren hatte, soll er jetzt im Landkreis mit seinem neuen Amt als SPD-Kreisvorsitzender Hoffnungsträger sein. Was qualifiziert ihn? Ist er für zuverlässige Arbeit bekannt? Wohl kaum, wie seine letzten Gerichtsreportagen zum Fall eines FH-Professors mit Beziehung zu einer Studentin zeigen.
Höllein schrieb (CT 17.11.), die Studentin habe dem Professor zuliebe abgetrieben. Am folgenden Tag sagten in öffentlicher Sitzung vor dem Landgericht die Studentin und der Professor übereinstimmend aus, dass gerade der Professor gegen die Abtreibung gewesen war. Am 19.11. berichtete Höllein im CT von diesem Verhandlungstag, ohne seine Fehlinformation richtigzustellen.
Weiter findet sich im CT vom 17.11. die Behauptung Hölleins, der Professor habe in der ersten Instanz vor dem Amtsgericht sexuelle Kontakte zur Studentin anfangs noch abgestritten, später aber eingeräumt. Der Tagespresse war damals (Frühjahr 2009) mehrfach zu entnehmen, dass der Professor während mehrerer Verhandlungstage von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch machte und erst gegen Ende des Prozesses in einer nichtöffentlichen Sitzung zum Verhältnis ausgesagt hatte.
War Höllein bereits vor der Wahl zum Kreisvorsitzenden mit seinen verschiedenen Aufgaben überfordert? Oder zeigt sich hier eine Tendenz, bereits verurteilte Angeklagte in schlechtes Licht zu rücken?
Eine neue Politik mit den alten Köpfen geht nicht. Wobei ich mich ausdrücklich NICHT auf die SPD Coburg-Land beziehe. Steinmeier, Gabriel, Nahles und Pronold haben jeder sozialen Schweinerei zugestimmt.
Die SPD scheint es ja wirklich erst zu meinen mit ihrem Erneuerungsprozess. Ich drücke zumindest die Daumen, damit die SPD zur klassischen Sozialdemokratie zurückfindet.
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