Grundstein für "Operndorf" in Afrika gelegt
08.02.10
Projekt Der Berliner Regisseur Christoph Schlingensief (49) hat den Grundstein für sein "Operndorf" in Burkina Faso gelegt. An dem folkloristisch umrahmten Festakt in Laongo nahmen zahlreiche Vertreter aus Kultur und Politik teil.

Am Abend stand auch ein Empfang bei Premierminister Tertius Zongo auf dem Programm. Kulturminister Filippe Savadogo hob vor allem den Ausbildungscharakter des Projekts für einheimische Kinder und Jugendliche hervor. Das „Operndorf“ werde erneut zeigen, über welche künstlerische Ressourcen sein Land verfüge.
Schlingensief und sein Planungsarchitekt Francis Kéré wollen in dem Dorf eine Schule für Musik- und Filmunterricht, Theater- und Veranstaltungsräume, Werkstätten und eine Krankenstation errichten, wozu in den letzten Tagen auch 13 Container von der Ruhrtriennale auf den Weg gebracht worden waren. Die ersten Klassen sollen im Oktober ihre Arbeit aufnehmen.
Schlingensiefs frühe Filme
Der an Lungenkrebs erkrankte Schlingensief, der mit Filmen wie „Das deutsche Kettensägenmassaker“ bekannt wurde und in Bayreuth die Oper „Parsifal“ inszenierte, legte unter anderem seine frühen Filme aus den 70er Jahren in die Grundstein-Kassette. Dabei erinnerte er auch an die Unterstützung von Bundespräsident Horst Köhler und zahlreicher anderer Persönlichkeiten für das Projekt mit vielen großen und kleinen Spenden, das unter dem Motto „Von Afrika lernen“ steht.
„Es geht hier auch nicht um Kunst l’art pour l’art, also um ihrer selbst willen, sondern vor allem darum, dass Leben und Politik kunstvoller gemacht werden sollen“, sagte Schlingensief am Montag. dpa
Weitere Artikel zum Thema suchen
Registrierte Nutzer können zu diesem Artikel Kommentare verfassen. Hier können Sie sich einfach registrieren!







close


















