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Einigung über Jobcenter-Reform erreicht

08.02.10  

Arbeitsmarkt Nach der internen Einigung über die Jobcenter- Reform ist die Union optimistisch, eine Grundgesetzänderung gemeinsam mit der SPD hinzubekommen.

Passanten gehen am 04.01.2010 am Schaufenster des Jobcenters der Bundesagentur für Arbeit in Kiel entlang.  Foto: Carsten Rehder/dpa
Passanten gehen am 04.01.2010 am Schaufenster des Jobcenters der Bundesagentur für Arbeit in Kiel entlang. Foto: Carsten Rehder/dpa

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sagte am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“: „Das wird nicht einfach. Aber ich glaube, es geht jetzt in die richtige Richtung.“

Koch begrüßte die Einigung der Unions-Ministerpräsidenten mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vom späten Sonntagabend. „Eine wichtige Einigung ist: Wir wollen, dass die Zusammenarbeit der Behörden so bleiben kann, wie sie ist.“ Die Menschen hätten nichts von einer Trennverwaltung. Wenn sie hin- und hergetrieben würden, nütze das niemandem, am wenigsten den Langzeitarbeitslosen, sagte Koch.

Im Kern geht es darum, ob die Betreuung der Langzeitarbeitslosen von Bundesagentur und Kommune wie bisher in einer Art Mischverwaltung aus einer Hand fortgeführt werden kann. Dies hatte das Verfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt.

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) sprach sich für mehr sogenannte Optionskommunen aus, die die Arbeitslosen eigenständig betreuen. Er sagte am Montagmorgen im Deutschlandradio Kultur, er hoffe, dass es gelinge, Optionskommunen in die Verfassung zu schreiben. Das sei „keine ganz einfache Frage, da waren die Sozialdemokraten immer zurückhaltender“, sagte Müller.

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans-Peter Friedrich, zeigte sich zuversichtlich. Er sagte im Deutschlandfunk: „Die SPD hat genau wie wir die Situation in den Kommunen vor Augen. Wir wollen eine unkomplizierte, saubere Lösung. Das lässt sich machen.“

Die Union hatte sich am Sonntagabend im Streit um die Zukunft der Jobcenter überraschend auf eine gemeinsame Linie geeinigt. Man werde in Kürze mit der SPD Verhandlungen über eine Grundgesetzänderung aufnehmen, teilte von der Leyen nach einem Treffen mit den Unions- Ministerpräsidenten in Berlin mit.

Ursprünglich hatte sie dies vermeiden und die nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nötige Neuregelung der Hartz-IV- Verwaltung auf einfachem gesetzlichem Wege umsetzen wollen. Gegen diese Position hatten sich die Regierungschefs der Union verwahrt - vor allem Koch. Die SPD ist für eine Grundgesetzänderung. dpa


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