Drogendealer: Riesen-Geschäft am Friedhof
07.12.09 Von: Dagmar Dietrich
Gericht Mit mehr als drei Kilogramm Heroin soll ein 23-jähriger aus dem westlichen Landkreis Kulmbach gehandelt haben. Der Mann steht seit Montag vor Gericht. Der Tatort hat sich laut Staatsanwaltschaft zumeist am Friedhof seiner Heimatgemeinde befunden.

Der Einkaufs- und Verkaufswert lag laut Anklageschrift zwischen 50 000 und 80 000 Euro. Der junge Mann, ein Russlanddeutscher, der als Kopf einer ganzen Bande gehandelt wird, muss sich seit gestern vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Coburg verantworten.
Zwölf Fälle des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmittel werden dem Angeklagten, der in Untersuchungshaft sitzt, vorgeworfen. In fast monatlichen Abständen soll er mit Rauschgift gedealt haben. Allein im ersten Quartal 2008 hat er laut Staatsanwaltschaft von einem Händler 1,6 Kilogramm erworben und zum Teil weiter verkauft. Der Tatort habe sich meist am Friedhof in seiner Heimatgemeinde befunden.
Erwischt worden war der 23-Jährige von der Polizei, als er im November zwischen Lichtenfels und Altenkunstadt unterwegs war. In einem Kondom hatte er da rund 100 Gramm Amphetamin versteckt.
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