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Das Schloss bleibt ein Denkmal

21.09.09  Von: Günter Flegel

Brandkatastrophe Für die Denkmalschutzbehörde bleibt das Ebelsbacher Schloss ein Denkmal, auch wenn es zu großen Teilen durch das Feuer zerstört wurde. Die Behörde will dazu beitragen, zu retten was zu retten ist - sieht aber einen Wiederaufbau skeptisch.

Ein Bild der Zerstörung Jammers bietet das ausgebrannte Ebelsbacher Schloss aus der Vogelperspektive. Foto: Ralf Naumann
Ein Bild desJammers bietet das ausgebrannte Ebelsbacher Schloss aus der Vogelperspektive. Foto: Ralf Naumann

Ein Bild desJammers bietet das ausgebrannte Ebelsbacher Schloss aus der Vogelperspektive. Foto: Ralf Naumann

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„Das ist hier ja wie in Pompeij“, sagte ein Bamberger am Sonntag, der sich fast anstellen musste, um einen der Logenplätze mit dem besten Blick auf die ausgebrannte Ruine zu ergattern. Zu einer „Touristenattraktion“ besonderer Art ist das Schloss in Ebelsbach geworden, zu dem am Samstag und Sonntag ganze Heerscharen von Ausflüglern pilgerten.

Es gibt fast kein anderes Thema mehr in und um Ebelsbach, und besonders seit die Polizei den Verdacht auf Brandstiftung bestätigt hat, machen immer die gleichen Fragen die Runde: Wer hat das Schloss angezündet? Wie hat er es getan und warum? Wird man den Schuldigen je ermitteln können? Was wird jetzt aus dem Schloss oder dem, was von ihm übrig ist?

Die ersten Fragen aus dieser Reihe muss die Polizei beantworten, deren Experten weiter vor Ort ermitteln – eine Herkulesaufgabe, wie man sich vorstellen kann, wenn man die Brandruine etwa aus der Luft betrachtet. Die Dach- und Obergeschosse sind völlig ausgebrannt, Wände und Decken in sich zusammengebrochen.

Einsturzgefahr

 

In diesem Chaos versuchen die Spezialisten der Polizei nach Mustern zu suchen, die ihnen bei der Klärung der Brandstiftung weiterhelfen können. Noch ist offen, so Karl-Heinz Schmitt, der Sprecher des Polizeipräsidiums in Würzburg, wann die Brandfahnder weiter ins Gebäude vordringen können, um sich dem mutmaßlichen Brandherd zu nähern. Das ist bislang wegen der Einsturzgefahr und der Trümmerhaufen innerhalb der Außenmauern nicht möglich. Die Ruine muss gesichert und geräumt werden.

Das geht im Fall Ebelsbach nicht mit schwerem Gerät.

Das Schloss ist ein Denkmal und bleibt ein Denkmal, auch als Ruine, verdeutlicht Dr. Rembrant Fiedler vom Landesamt für Denkmalpflege. Seine Behörde legt Wert darauf, dass die Schäden dokumentiert werden, damit man feststellen kann, was noch zu retten ist und „welche Teile gegebenenfalls nicht mehr den Denkmalbegriff erfüllen“.

Ein Wiederaufbau des Schlosses, wie vom Eigentümer angestrebt, würde nicht darunter fallen. „Das wäre ein Neubau, und für Neubauten sind wir nicht zuständig“, sagte Dr. Fiedler - sprich, die Behörde würde ein solches Projekt wohl auch nicht finanziell fördern.


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#2 ebelsbach schrieb am 22.09.09 10:41   homepage

wieso werden hier kommentare gelöscht

#1 Robby schrieb am 22.09.09 08:15   homepage

Wer weis wie es überhaupt (zufällig) zu der Brandkatastrophe kam:

Für die Denkmalschutzbehörde bleibt das Ebelsbacher Schloss ein Denkmal, auch wenn es zu großen Teilen durch das Feuer zerstört wurde. Die Behörde will dazu beitragen, zu retten was zu retten ist - sieht aber einen Wiederaufbau skeptisch. Dass finde ich auch, wozu dafür unnötig Steuergelder verschwenden? Wieso sollten jetzt staatliche Einrichtungen wie Denkmalschutz usw. die alte verbrannte Burg neu errichten? Was war mit dem alten Rotenhahn als Vorbesitzer der lange Zeit Nutzmnieser des Schlosses war und in Herrschaftlichen Zeiten lustvolle Feste feierte? Was hatte er für den Erhalt seines damals privaten Schlosses getan? Nichts! Verkaufte das alte Gebäude für nur etwas über 300.000€ Verkaufswert, mehr war´s ja nicht und dann erwartet man vom neuen Besitzer aus Köln das marode Gebäude zum Glanz zu bringen. Neulich der Leserbrief des Sebastian Rotenhan im FT - wenn er deswegen seinen Mund weit genug aufreisst, frage ich mich warum er nicht sein "verarmten" Vetter Rotenhan in Ebelsbach als Familienmitglied eines früheren grossen Raubrittergeschlechts geholfen hat? Tja jetzt ist der Rentweinsdorfer Rotenhan aus der CSU ausgetreten und hat genug Zeit für Schlagzeilen in den Hasenbergen zu sorgen. Schau´n mer mal wie sein junger Nachfolger eines Rotenhans sich entwickeln wird. Wenn kein Geld da ist um die Branntruine aufzubauen, dann weg damit. Abreissen, verschreddern, für schlechten Strassenaufbau des Westens verwenden. Es war einmal ein schönes Schloss ... Der leere Platz würde sicher für eine soziale Einrichtung wie Altenheim, betreutes Wohnen gut werden.


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