Arens will das Schloss wieder aufbauen
15.09.09 Von: Günter Flegel
Großbrand Wie "Phönix aus der Asche" soll das abgebrannte Ebelsbacher Schloss wieder erstehen. Der Eigentümer Dominique Andreas Arens ist zuversichtlich, Wege und vor allem Mittel zu finden, um das Unmögliche möglich zu machen.
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Wenige Tage nach dem verheerenden Großfeuer, dem das historische Gebäude im Ortskern von Ebelsbach im Landkreis Haßberge zum Opfer fiel, wandte sich der Eigentümer am Dienstag an die Presse, um über die „Zukunft von Schloss Ebelsbach“ zu informieren. Ein Luftschloss angesichts der verkohlten Ruine?
Nein, sagt Dominique Andreas Arens, der 42-jährige Kaufmann aus Köln und Gesellschafter der Schloss Ebelsbach Verwaltungs GmbH, die Eigentümerin des Areals ist. Arens beziehungsweise seine damalige Firma Rendinvest hatten das Schloss 2000 für zwei Millionen Mark vom Vorbesitzer Friedrich Wilhelm von Rotenhan gekauft und mit der Sanierung begonnen – was immer wieder ins Stocken geriet.
„Ich gebe nicht auf“
Der Brand vom Donnerstag soll nicht das Ende dieser Bemühungen sein, versicherte Arens jetzt bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Das Großfeuer, nach dessen Ursache die Experten der Polizei in den verkohlten Trümmern suchen, sei zwar „ein herber Rückschlag“ für seine Pläne, „aber ich gebe nicht auf“, sagte der 42-jährige Geschäftsmann, der mit seiner Lebensgefährtin, der TV-Moderatorin Agnes Zimmermann, zur Pressekonferenz gekommen war.
Arens will, wie er sagte, „so bald wie möglich“ den Biergarten im Schlossgraben wieder öffnen, der zurzeit wegen der akuten Einsturzgefahr der Brandruine nicht betreten werden kann. Zügig verwirklichen will er auch den Plan, im weiteren verlauf des Wassergrabens eine Minigolfanlage zu errichten. In den Nebengebäuden des Schlossareals sollen nach und nach Ferienwohnungen und gastronomische Einrichtungen entstehen, im Schlosshof 2010 ein Mittelaltermarkt und ein Bier- und Weinfest angehalten werden.
„Stille Teilhaber“
Zuversichtlich ist Arens nicht zuletzt, dass es mit Hilfe der Denkmalschutzbehörden und der Brandversicherung gelingt, dass Schloss wieder „auferstehen“ zu lassen. „Der Brand bedeutet nicht das Ende von Schloss Ebelsbach“, sagte der gebürtige Kölner am Dienstag. Woher das Geld für die Millioneninvestitionen kommen soll, verriet er nicht. Es gebe „Investoren und stille Teilhaber“, die nicht genannt werden wollten.
Noch kein Ergebnis gibt es nach der ersten Untersuchungen der Brandfahnder in der Ruine. „Das sind Ermittlungen, die sehr lange dauern können“, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt auf Frage von infranken.de. Zu der Vermutung des Schlossbesitzers, in Ebelsbach könnten Brandstifter am Werk gewesen sein, gibt die Polizei keinen Kommentar.
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Wer käme denn da als Brandstifter in Frage ?
Wenn die Rechnung aufgeht, kann man das Schloss mit dem Geld der Versicherung sicher wieder aufbauen.
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