And the winner is . . . Fürth am Berg
19.11.09
Das schönere Dorf Überraschungssieg beim Coburger Kreiswettbewerb "Das schönere Dorf, die schönere Stadt": Der Neustadter Stadtteil Fürth am Berg setzte sich dank seiner enormen Fortschritte in den vergangenen drei Jahren gegen 23 weitere Konkurrenten durch.

Der Sieger beim Kreiswettbewerb „Das schönere Dorf, die schönere Stadt“ im Bewertungszeitraum 2007 bis 2009 heißt Fürth am Berg. Der Neustadter Stadtteil setzte sich mit seinen zahlreichen positiven Entwicklungen in den vergangenen Jahren vor Gleußen und Großgarnstadt durch. Als Gewinner darf sich insgesamt auch die Gemeinde Itzgrund fühlen. Mit gleich drei Ortsteilen unter den zehn Bestplatzierten war Bürgermeister Werner Thomas bei der Abschlussveranstaltung gestern Abend im Landratsamt mehr als zufrieden.
Für Annegret Schunk, der scheidenden Vorsitzenden des Bewertungsbeirats, gab es beim Festakt sowieso grundsätzlich keine Verlierer. Jeder Ort, der sich am „Schöneren Dorf“ beteilige, sei für sich ein Gewinner. Wichtig sei es, dass die Menschen ihre Heimat liebenswert gestalten. Dabei komme insbesondere den örtlichen Obst- und Gartenbauvereinen eine entscheidende Bedeutung zu.
Dass zum wiederholten Male nicht die mehrfach prämierten „alten Bekannten“ aus dem Bezirkswettbewerb (Großgarnstadt, Weißenbrunn vorm Wald) ganz oben auf dem Siegertreppchen standen, begründete Schunk mit den Wettbewerbskriterien. Demnach beurteile man ausdrücklich die positiven Veränderungen im Bewertungszeitraum, was auch Neueinsteigern einen Erfolg (und damit zusätzliche Motivation) ermögliche. Grämen sollten sich die Gold- und Silberdörfer deshalb nicht: „Sie sind sowieso Juwelen mit Vorbildfunktion.“
„Idealismus, Einsatzfreude und Sachkenntnis“ attestierte Coburgs Landrat Michael Busch allen Menschen, im Rahmen des Wettbewerbes mit angepackt und die Ortsbilder entscheidend geprägt haben. Damit bringe man Dorfgemeinschaften voran, deshalb habe der Wettbewerb eine Zukunft. Der Landrat verhehlte allerdings nicht, dass erst vor ein paar Jahren durchaus Stimmen gegeben habe, die die Einstellung des traditionsreichen Wettbewerbs aus finanziellen Gründen forderten. Diese seien inzwischen verstummt, heute investiere der Landkreis zurecht wieder mit Geld und Personal für „Das schönere Dorf“.
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