31 Firmen machen sich für Flugplatz stark
08.02.10
Diskussion Die IHK nennt die Namen der Unternehmen, die sich bei einer Umfrage für eine "zukunftsfähige Luftverkehrsanbindung" ausgesprochen haben.

Nächste Runde im Streit um einen zukunftsfähigen Verkehrslandeplatz: Nachdem die anonymisierte Umfrage der Industrie- und Handelskammer zu Coburg kritisiert worden war, ging IHK-Präsident Friedrich Herdan am Montag in die Offensive: Er nannte die Namen der Unternehemen, die sich in besagter Umfrage für eine „zukunftsfähige Luftverkehrsanbindung“ ausgesprochen haben. Zugleich erneuerte Herdan seinen Appell an die Kommunalpolitiker, nicht einen „harten Standortfaktor“ preis zu geben. Zurzeit könnten viele Firmen in der Region noch mit der besseren Qualität punkten – doch mittelfristig werde die Infrastruktur eine immer wichtigere Rolle spielen, etwa, um im Bereich Logistik und Versorgung mitzuhalten.
Folgende 31 Firmen sprechen sich für eine „zukunftsfähige Luftverkehtsanbindung“ aus (in alphabetischer Reihenfolge): bkl-Lasertechnik (Rödental), Brose (Coburg), Diepa Drahtseilwerk (Neustadt), Federnfabrik Dietz (Neustadt), Friedenstab Plastik (Rödental), Gaudlitz (Coburg), Gehrlicher Solar (Neustadt), Adolf Gottfried (Großheirath), Reichenbacher (Dörfles-Esbach), Hauch (Coburg), Hermann Koch (Coburg), Hinrichs Electronic (Coburg), Alfred Jahn (Grub am Forst), Kaeser (Coburg), Kapp (Coburg), Kupek (Coburg), Lascco (Coburg), Leise (Coburg), Leuwico (Meeder), Martin (Ebersdorf), Prodinger (Coburg), Living Glass (Rödental), Ros (Coburg), Sauer (Neustadt), Schenker (Coburg), Schiffauer (Kronach), Willi Schillig (Ebersdorf), Verpa (Weidhausen), Waldrich (Coburg), Hans Weber (Coburg), Wöhner (Rödental).
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Eine "zukunftsfähige Luftverkehrsanbindung" ist ja nicht automatisch gleichzusetzen mit "ein Verkehrslandeplatz im Landkreis" – das ist eine total unredliche Argumentation. Wer seine Hausaufgaben gemacht hat bzw. in Zukunft macht, wird durchaus mit der Autobahnanbindung nach Nürnberg zukunftsfähig an den Luftverkehr angebunden sein. Wenn man von der Nürnberger Südstadt an einem Freitagnachmittag zur HVZ (Abfahrt 15.20 Uhr) nach 45 Minuten entspannter Autofahrt an der Callenberger Straße in Coburg ankommt, spricht nichts, aber auch gar nichts dafür, hierzulande Millionen zu verbuddeln, um den Verkehrslandeplatz dann vielleicht in zehn oder 20 Minuten zu erreichen. Das ist die Leute für dumm verkauft, sehr verehrte Frau Handelskammer! Da macht noch nicht mal Ihr Neustadt PR-Experte einen Schuh draus, der paßt.
Das passt ja jetzt wohl so rein gar nicht ins Anti-Flugplatz-Propaganda-Konzept der Frau E. vom weißen Berg. Was wird sie jetzt tun? Die Ehrlichkeit der Unternehmen bei der Umfragenbeantwortung in Frage stellen? Manipulation wittern?
@CUP_CUP: Warum sollte man denn an der Aufrichtigkeit der Unternehmen zweifeln? 31 Unternehmen von 8.000 Mitgliedern der IHK zu Coburg - das spricht doch für sich!
Und aus der Tatsache, daß sich 31 von 8000 Firmen für eine zukunftsfähige Luftverkehrsanbindung ausgesprochen haben, wie in der Überschrift geschehen, abzuleiten, daß sich diese Firmen für einen Flugplatz "stark machen", ist, gelinde gesagt, ein wenig gewagt – nein: Es ist die Leute vergackeiert nach Strich und Faden. Das nennt man, in Anlehnung an F.D.P.-Praktiken "Klientel-Journalismus" und hat mit fairer, unabhängiger Berichterstattung so viel zu Tun wie die FT-Besatzung(en) mit einer echten Redaktion.
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