Reisemesse ITB eröffnet - Branche optimistisch
09.03.2010
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Messe Nach kräftigen Einbußen 2009 verbreitet die Reisebranche bei der Messe ITB in Berlin wieder verhaltenen Optimismus. "Die Talsohle ist durchschritten", sagte der Präsident des Branchenverbandes DRV, Klaus Laepple, am Dienstag vor Beginn der weltgrößten Reisemesse.

Gäste aus der Dominikanischen Republik präsentieren am Brandenburger Tor in Berlin ihre traditionelle Kleidung zur Eröffnung der Internationalen Tourismus-Börse (ITB). Alle Fotos: dpa
Erstmals seit Jahren war 2009 der Gesamtumsatz bei den Reiseveranstaltern gesunken. Nach den endgültigen Zahlen ging der Umsatz um rund drei Prozent auf 20,8 Milliarden Euro zurück. Derzeit seien die Preise im Keller. Hoteliers hatten den Reiseanbietern hohe Rabatte gewährt, nachdem die Gästezahl aus vielen europäischen Ländern eingebrochen war. Hinzu kamen geringere Kosten für Kerosinzuschläge bei Flugreisen. "Die Preise für organisierten Urlaub sind so günstig wie schon lange nicht mehr", sagte Laepple. Von den deutschen Flughäfen sind 2009 deutlich weniger Passagiere ins Ausland geflogen - erstmals seit sieben Jahren, wie das Statistische Bundesamt berichtete. 67,2 Millionen Passagiere bestiegen die Flugzeuge, 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem die Touristenflieger in Europa waren betroffen.
Die ITB ist bis Freitag dem Fachpublikum vorbehalten, am Samstag und Sonntag öffnet die Messe auch für Privatbesucher. Partnerland ist in diesem Jahr die Türkei. Der türkische Tourismusminister Ertugrul Günay sagte, sein Land wolle die Gästezahlen aus Deutschland weiter steigern - von 4,5 Millionen im vorigen Jahr auf über fünf Millionen 2010. Die Türkei wolle dabei auch seine kulturellen Schätze herausstreichen. Günay forderte bei der Eröffnung ebenso wie der Chef der Welt- Tourismus-Organisation, Taleb Rifai, ein umweltschonendes Wachstum des Tourismus. "Nicht ein Tourismus, der konsumiert, sondern ein Tourismus, der bewahrt, ist unser Ziel", sagte Günay. Rifai sagte, 2010 dürfe nicht nur ein Jahr der Erholung, sondern auch eins der Transformation sein. Ähnlich äußerte sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). dpa
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