Flugplan trotz Streik-Abbruchs durcheinander

23.02.2010     inFranken.de

Flugverkehr Trotz der Aussetzung des Pilotenstreiks sind auch am Dienstag an den Airports in München und Nürnberg wieder viele Lufthansa-Flüge ausgefallen. „Wir haben für den heutigen Tag rund 300 annullierte Starts und Landungen“, sagte ein Sprecher des Münchner Flughafens.


Die Lifthansa-Flugzeuge starten wieder – allerdings weiter nur im Notplan. Foto: Marius Becker/dpa
Das sind etwa 40 Prozent der Lufthansa-Flüge. Am Nürnberger Airport sollten rund ein Drittel der Lufthansa-Maschinen am Boden bleiben. „Das Angebot lässt sich so schnell nicht hochfahren“, sagte der Flughafen-Sprecher. Der abgebrochene Pilotenstreik könnte den Flugplan somit noch bis Freitag durcheinanderwirbeln. Passagiere sollten sich deshalb auch am Mittwoch und Donnerstag auf Flugausfälle einrichten. Am Montagabend hatten sich die Pilotenvereinigung Cockpit und Lufthansa vor dem Frankfurter Arbeitsgericht auf einen Vergleich geeinigt. Der eigentlich bis Donnerstag geplante Streik wurde nach nur einem Tag bis zum 8. März ausgesetzt. Die Tarifparteien wollen derweil über die Gehälter und Arbeitsbedingungen von rund 4500 Piloten im Kernbereich des Konzerns reden. Das befürchtete Chaos war am Montag an den Flughäfen ausgeblieben. Viele Fluggäste waren von der Lufthansa umgebucht worden oder hatten sich für eine Fahrt mit der Bahn entschieden. Mit einem normalen Flugbetrieb hatten die Passagiere am Dienstag aber weder in München noch in Nürnberg gerechnet. Die Fluggäste seien trotz des Streik-Abbruchs nicht überrascht gewesen, dass noch der Sonderflugplan gelte, sagte der Sprecher des Nürnberger Flughafens. Von heute auf morgen auf Normalbetrieb umzustellen, sei nicht möglich. „Die gesamte Planung muss angepasst werden.“ Nicht nur die Starts und Landungen müssten koordiniert werden, sondern auch die Flugbegleiter und das Catering. „Das ganze System läuft verzahnt“, erklärte der Sprecher. Auch am Münchner Flughafen gilt deshalb vorerst weiter der Sonderflugplan. Von den Flugausfällen seien am Dienstag vor allem die Inlandsflüge betroffen, sagte ein Sprecher. Nach und nach soll der Flugplan um die wichtigsten innerdeutschen Flüge aufgestockt werden. dpa


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