Maximal 100 Millionen Euro von Versicherern

13.03.2010     inFranken.de

BayernLB  Die BayernLB kann im Falle von Schadenersatz für das Milliarden-Debakel um die österreichische Hypo Group Alpe Adria laut einem Zeitungsbericht maximal 100 Millionen Euro bei den Versicherern geltend machen.


Das Logo der Bayerischen Landesbank (BayernLB) Foto: dpa
Vorstand und Verwaltungsrat der krisengeschüttelten Landesbank seien mit etwa dieser Summe versichert, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Samstag). Die BayernLB wollte den Bericht am Samstag nicht kommentieren.

Die BayernLB habe bei vier britischen Assekuranz-Gesellschaften eine sogenannte D&O-Police über etwa 100 Millionen Euro für die Manager und Kontrolleure der Staatsbank abgeschlossen, hieß es.

Die Versicherungssumme gelte für alle Vorstandsmitglieder und Verwaltungsräte gemeinsam. Das habe die Bank den Betroffenen, darunter die früheren Verwaltungsräte und Minister Kurt Faltlhauser, Erwin Huber und Günther Beckstein (alle CSU), kürzlich mitgeteilt, berichtete die Zeitung. Die drei CSU-Politiker hätten sich erkundigt, wie sie abgesichert seien.

Voraussetzung für eine Auszahlung der 100 Millionen Euro an die Bank wäre, dass die Manager oder Aufseher der BayernLB dem Institut vorsätzlich oder fahrlässig einen Schaden zugefügt hätten, hieß es in der "SZ". Das könnte etwa beim Kaufvertrag für die Hypo Alpe Adria im Mai 2007 geschehen sein, mit dem die Landesbank die Risiken des Kärntner Kreditinstituts übernommen hatte. Das Debakel um die HGAA hat die bayerischen Steuerzahler schon 3,7 Milliarden Euro gekostet. Kurz vor Weihnachten musste die BayernLB die marode Tochter notgedrungen an Österreich abtreten. Staatsanwälte in Deutschland und Österreich gehen dem Verdacht nach, dass die BayernLB bei der Übernahme der HGAA absichtlich zu viel gezahlt hat. Mit dem Finanzdesaster befassen sich auch Untersuchungsausschüsse in Kärnten und im bayerischen Landtag. dpa



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