Franken hat ein Imageproblem

27.01.2012   Von: Sarah Bernhard  Fränkischer Tag

Frankenblog Das positive Bild Frankens ist bedroht! ICH weiß ja, dass Sie alle nett sind, wenn Sie nicht gerade meinen Blog kommentieren. Aber was die Außenwelt gerade von den Franken zu sehen bekommt, ist gelinde gesagt: scheußlich!


Ludwig Erhard kann es, Hans-Peter Friedrich nicht: Franken ein gutes Image geben. Foto: Tanja Friedrich
Es fing an mit dem notorischen Autobahn-Drängler Felix Magath (geboren in Aschaffenburg), der jetzt seinen Führerschein abgeben muss. Gut, wenn man sein halbes Leben lang hinter Auf-der-linken-Autobahnspur-Schleichern über fränkische Autobahnen gezuckelt ist, entwickelt man eventuell das Bedürfnis, mal ein bisschen Druck zu machen. Eventuell auch, wenn man erst seit April in Franken ist. Eine Entschuldigung ist das aber nicht: Rote Karte für Felix Magath.

Auch das Wochenende war problematisch: KT (aus Guttenberg) gab bekannt: Er will nicht zurück in die Politik. Ich finde das ja gut, Arroganz gehört nicht auch noch honoriert! Aber die Masse der Menschen empfindet das wohl offensichtlich als Verlust. Enttäuschte Hoffnungen, nicht nur in Franken. Dabei hätten die frustrierten FDP-Abgeordneten doch so dringend eine neue junge Führungskraft gebraucht, nachdem sie die alte erfolgreich dekonstruiert haben!

Am größten Flop der Woche ist aber Thomas Gottschalk (geboren in Bamberg, aufgewachsen in Kulmbach) schuld. Wenn man sich durch die Werbung seiner neuen Show gekämpft hatte, stellte man fest: Er redet nicht nur langweiliges Zeug, er sieht jetzt auch langweilig aus. Das liegt vermutlich daran, dass der Schneider noch einsam und alleine in seinem Atelier an Gottschalks Anzug bastelt (während dieser seine Form in voller Öffentlichkeit finden muss, ein Vergleich, den Thomas Gottschalk uns via "Bild" übermittelt). Die Folge: miese Einschaltquoten. Sogar in Franken. Soweit ist es schon gekommen.

Genauso abwesend wie KT war diese Woche auch Dirk Nowitzki (ehemals Würzburg) - in der NBA. Drei Spiele lang hat er ausgesetzt, auch heute wird er nur zuschauen. Warum sein Trainer gesagt hat, dass er ein Fitness problem hat, weiß er nicht. Er findet nämlich, dass er keines hat - es geht ausschließlich ums Knie. Und darum, sich nicht selbst hinein zu schießen. Ab Sonntag darf er wieder mitspielen - Franken tobt. Eventuell aber auch nur wegen der schlechten Fernseh-Werbung, in der er jetzt mitspielt. Damit du groß und stark wirst, oder so ähnlich. Unterirdisch!

Noch unterirdischer war nur die "Ausrede der Woche" von Innenminister Hans-Peter Friedrich (Naila): Wenn man die NPD überwachen wolle, müsse man auch die Linke überwachen - denn hier gelte der Gleichbehandlungsgrundsatz. Entschuldigung, aber dafür gibt es keine Entschuldigung. Nicht mal, dass Herr Friedrich im fernen Berlin vor lauter Heimweh nach Franken keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Da wird man ja ganz froschgrün im Gesicht (wer diesen Witz nicht verstanden hat, kann gerne hier nochmal nachlesen).

Nur ein Fürther kann Frankens Image retten

Die Ehrenrettung für Franken kommt aus Fürth: Dort wurde 1897 Ludwig Erhard geboren. Der ist zwar schon tot, aber ohne seine Vorarbeit an der sozialen Marktwirtschaft hätte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in dieser Woche nie den Fiskalpakt ausdenken können, der die Euro-Zone (nun aber wirklich) retten soll. Das ist doch schon was! Falls Sie mehr dazu wissen wollen, kann ich Ihnen einen Artikel in der "Zeit" sehr empfehlen!

Fazit: Wenn Sie in nächster Zeit einen Besuch im Außerfränkischen planen, werden Sie nicht müde zu betonen, dass Erhard Franke war und gerade die EU rettet. Ansonsten könnte sich ein falsches Bild von Franken in der Welt festsetzen. Und das wollen wir ja nicht!

P.S.: Ich weiß, jetzt regen Sie sich wieder auf, weil ich über das zeitgenössische Franken lästere. Aber wissen Sie was? Ich will eigentlich nur davon ablenken, dass der schwäbische Seitenbacher-Mann eine neue Radio-Werbung hat. DIE IST SO SCHRECKLICH, DA KÄMEN NICHT MAL 100 VERRÜCKTE FRANKEN GEGEN AN! Aber einen Versuch war es wert! Ich fürchte, er ist gescheitert.








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Kommentare

 
22  Kommentare  
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pustefix54 - 03.02.2012 09:10    (0)   
 

@ulfbert
und was machst dann mit den 3 Regierungshäuptlingen....die wollen doch ihre gutbezahlten Posten behalten

Ulfbert - 03.02.2012 15:46    (0)   
 

Die
sollten zurück nach Bayern. Transportfähigkeit vorausgesetzt.

Itzgrounder - 03.02.2012 07:29    (0)   
 

Seitenbacher
Wenn der Typ die Socke aus dem Mund nehmen würde bevor er redet, würde man auch verstehen was er sagt.

derBamberger - 30.01.2012 23:13    (0)   
 

Imageproblem
langsam gewöhnt sie sich ein. Die Frankenbloggerin. Die Qualtität der Texte steigt. Gratuliere. Wie schon an anderer Stelle manifestiert, muss man erst mal ankommen in unserem schönen Oberfranken. Das muss die Frau Bernhardt, wie auch andere Kommentaristen hier erst noch verinnerlichen. Die feinen Unterschiede zwischen Ober,- Mittel,- und Unterfranken.
Der Loddar ist ja Mittelfranke. Da gibt´s dann auch hier in BA kein Imageproblem. Wie auch sonst nicht. Man hat hier kein Imageproblem, vielmehr ein Idenditätsproblem. Viele nicht Integrationswillige aus der gesamten Republik siedeln hier im gelobten Land und wollen nicht erkennen, das dieser Landstrich seine eigenen Gesetze hat. Diese sind eng verknüpft mit der Idendität der Ureinwohner. Uns. Trotz aller Rufe sind jedoch Abtrünnige allerorten zu beobachten. Diese Franken denken, getrieben von offensichtlichen Minderwertigkeitsgefühlen, die, nach deren Einschätzung, auch in unserem schönen Dialekt wurzeln, gedachte Nachteile gegenüber Pseudohochdeutsch Parlierenden migrierten Minderheiten wettmachen zu müssen. Da heissen die langen, Hellen plötzlich Schrippen, das Vollbier wird zum Hellen, der Gerupfte wird zum Obatzten usw.
Es würde keinem Münchner, Kölner, Hamburger, Berliner, oder Stuttgarter einfallen solche Sprachumwandlungen vorzunehmen.
Nur einigen Schlechtvorbildern bei uns.
Das, liebe Frau Bernhardt ist das wahre Problem bei uns. Dem echten Oberfranken ist sein Image egal. Er weiß um sich, sein Landstrichlein. Er weiß auch, das er bundesrepublikanisch Verfremdet ist. Deswegen auch hier wieder der fröhliche Aufruf zum Frankonisieren. Darum muss man sich nicht schämen. Es ist schön Franke zu sein, in einem schönen Landstrich zu leben.
In diesem Sinne "Ahoi - kleiner Frankenblog". Das wird schon.

Ulfbert - 31.01.2012 08:44    (0)   
 

stimme
zu einem großen teil zu.

Von der künslichen und rein verwaltungstechnischen Einteilung in Ober- Unter- und Mittelfranken halte ich aber nichts. Es gibt nur ein Franken!

Beutebayer - 31.01.2012 00:25    (0)   
 

Mit dieser Darschdellung
ein kleines "Idenditätsproblem"...
Nix für ungud

Dr_Pflichtfeld - 30.01.2012 21:04    (0)   
 

Mit so einer Frisur ...
... sollte man eher vorsichtig über das "Immitsch" anderer raisonnieren zwinkern

Normalo - 31.01.2012 21:07    (0)   
 

Bad Hair Day und das Gesamtkonzept
Ach die Frisur finde ich garnicht so schlimm...

Normalo - 31.01.2012 21:09    (0)   
 

Das ging schon besser
http://www.iab.de/123/section.aspx/Mitarbeiter/364

laberhannes - 03.02.2012 12:44    (0)   
 

Vergangenheit
Sie war ja mal richtig attraktiv. Betonung liegt auf "war".

MalmDelta - 03.02.2012 13:37    (0)   
 

Das ist nicht die gleiche
Das kann nicht die gleiche Sarah Bernhard sein, schon vom Alter her. Was sollte außerdem eine Soziologin, die ganz offensichtlich einen guten Job beim Staat hat, als Praktikantin beim FT anfangen.

Ich hab sie schon mal persönlich gesehen, und so schlimm ist sie auch wieder nicht. Und wer würde denn übrigens einen männlichen Lokalredakteur nach dem Aussehen beurteilen?

Auweia - 03.02.2012 14:34    (0)   
 

Die Sarah B.
auf dem Foto http://www.iab.de/123/section.aspx/Mitarbeiter/364
trägt den Scheitel auf der anderen Seite. Ob dieses Foto und das vom Bericht ein und dieselbe Person zeigen ,dessen bin ich mir nicht sicher.Auf alle Fälle zeigt eines der Fotos ein ganz attraktives "Schneckla"
D i e s e Sarah mit dem Leib,dem schlanken-
macht selbst dem Onkel Hans Gedanken. grinsen

StichlersMichi - 30.01.2012 09:46    (0)   
 

Öaschd...
wennsd kabierd hosd, dass da Frangge ka Imidsch brauchd, söllads widda schraim derffm.

wolwei - 29.01.2012 16:55    (0)   
 

Mal wieder
den Nagel auf den Kopf getroffen, Frau Bernhard, herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg weiterhin.
Das Franken ein Imageproblem hat, stimmt schon, aber zum Glcük gibts viele positive Bespiele, die vielleicht nicht so sehr in der Öffentlichkeit auftauchen.
Da ist z. B. das Team der Bamberger Kurzfilmtage, die jedes Jahr ein Superprogramm auf die Beine stellen und die inzwischen auch jedes Jahr neue Besucherrekorde zu verzeichnen haben, manche Veranstaltungen sind so schnell ausgebucht, dass sie Leute wegschicken müssen.
Da gibt es Vereine, die manchmal auch weit über Franken hinaus ihre Arbeit tun und in ihrem Bereich immer wieder Anerkennung bekommen.
Es gibt Sportvereine, die ein positives Image in die Welt tragen, wie die Brose Baskets, oder der FCN oder auch die Führter, oder aber eben auch eine junge Künstlerin aus Coburg, die vielleicht Deutschland beim nächsten Grand Prix vertritt. Und so würden mir noch viele positive Beispiele für Franken einfallen, leider ist die Medienlandschaft so gestrickt, dass nur "bad news" are "good news" gilt und so eben die negativeren Dinge im Vordergrund zu finden sind.

lorgoe - 29.01.2012 19:08    (0)   
 

Stimmt!
Stimmt!

Und nicht zu vergessen Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Der wohl von deutschen Männern am meisten beneidetste Franke. Nicht nur weil er jetzt sogar ob seiner Popularität eine eigene Dokusoap bekommt,
http://www.infranken.de/nachrichten/panorama/boulevard/kultur/art16714,245767

sondern auch wegen seiner gesunden Einstellung zu KT zu Guttenberg:

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (50) verriet jetzt, ein absoluter Fan von Karl-Theodor zu Guttenberg (39) zu sein. Er wünsche sich sogar eine schnellstmögliche Rückkehr des ehemaligen Verteidigungsministers. „Nicht nur, weil er so gut aussieht wie ich“, sagte er im Gespräch mit BUNTE. „Sondern weil ich glaube, dass er in der Politik sehr viel bewegt hat in den letzten Jahren.

http://www.bunte.de/society/lothar-matthaeus-guttenberg-sieht-so-gut-aus-wie-ich_aid_28756.html

Franken also dank Loddar überall mit vorn dabei.

Ich sehe da kein Imageproblem.

Ulfbert - 29.01.2012 14:13    (0)   
 

Klar
hat Franken ein Imageproblem.
Die Ursache liegt darin, dass München die Aussendarstellung an sich gezogen hat. Dort wird man einen Teufel tun und Franken postiv darstellen.
Im Übrigen:
-Guttenberg: kein Franke
-Magath: kein Franke
(Franke ist nur der, der dazu steht)
-Gottschalk: noch nie viel von ihm gehalten
-Friedrich: Ein Franke, der in der CSU nach oben kommt; wer hat viel von dem erwartet?

Henner - 28.01.2012 13:42    (0)   
 

Wird Zeit
daß die Autorin Franken wieder verläßt und hier endlich wieder Ruhe einkehrt.

Normalo - 31.01.2012 15:33    (0)   
 

Richtig
Leave it oder love it. Aber sie hat wohl keine Alternativen.

Eine Dekoration sind die Bilder der Autorín ja auch nicht gerade.

Jedes Blatt hat die Schreiber, die zu ihm passen.

lorgoe - 28.01.2012 13:05    (0)   
 

Will die Autorin
hier den Beweis führen, dass die drei K's für Frauen wahrscheinlich doch nicht so verkehrt sind?

Von Politik hat sie auf jeden Fall keine Ahnung.

Volltreffer - 28.01.2012 13:10    (0)   
 

Aber du.
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